18.08.2025
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Der Branchenverband Bitkom setzt das DESI-Ranking fort. 2025 hat sich Deutschland um eine Stelle nur leicht verbessert. Bei der digitalen Kompetenz reicht es aber nur für Platz 15, in Sachen digitale Verwaltung sogar nur für Platz 21.

Der Bitkom DESI 2025 (Digital Economy and Society Index) zeigt Deutschland nur auf Platz 15, hinter Litauen und vor Ungarn. Spitzenreiter sind Finnland und Dänemark mit 77,6 und 76,5 Punkten, gefolgt von den Niederlanden und Malta mit jeweils 74,0 Punkten sowie Schweden mit 71,9 Punkten. Im Fall von Deutschland reicht es so wie bei Litauen nur für 50,1 Punkte. Der EU-Schnitt liegt bei 50,2 Zählern. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Bundesregierung bei der Digitalisierung damit zwar Boden gut gemacht, 2021 und 2023 war sie aber auf Platz 12 und 13, somit deutlich besser im EU-Länderranking. In puncto digitaler Wirtschaft liegt Deutschland mit Platz 8 noch gut im Rennen, ebenso bei der Netzqualität mit Platz 9. Platz 21 bei der digitalen Verwaltung ist hingegen ein deutliches Zeichen, dass sich etwas ändern muss.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sieht das auch so, schiebt den schwarzen Peter aber der Vorgängerregierung zu: „Unter der Ampelregierung ist Deutschland digital zurückgefallen“, sagt er und fügt hinzu: „Rang 15 ist der Startplatz für Schwarz-Rot. Jedes Jahr zwei Plätze nach vorne und eine Positionierung im vorderen Drittel, das muss das Minimalziel für die neue Bundesregierung sein.“ Mit der Einführung eines Digitalministeriums sei der erste wichtige Schritt getan.

Deutschland landet im Bitkom-DESI 2025 nur auf Platz 15. Besonders in digitaler Verwaltung und Kompetenz bleibt viel Luft nach oben. (Bildquelle: Adobe Stock / Maryna)

Weniger Bürokratie und mehr digitale Kompetenz gefordert

„Jetzt müssen Bürokratie abgebaut und digitale Kompetenzen aufgebaut werden, in der Wirtschaft wie in der Gesellschaft. Parallel muss die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen massiv beschleunigt werden“, so Wintergerst weiter.

Die EU-Kommission erhebt seit 2014 Daten zur Digitalisierung in den einzelnen Mitgliedsländern, veröffentlicht das DESI-Ranking selbst aber nicht mehr. Die Daten zu den einzelnen Indikatoren sind trotzdem einsehbar. Bitkom hat diese genutzt, um ein eigenes DESI-Ranking zu erstellen.

Auch bei den digitalen Fähigkeiten schneidet Deutschland schlecht ab. Nur rund 20 Prozent der in der Bundesrepublik Lebenden haben überdurchschnittliche Fähigkeiten im Umgang mit ITK-Technologien einschließlich Software und Hardware. Das sind acht Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Bei den digitalen Verwaltungsleistungen liegt Deutschland mit 64 Prozent sogar um mehr als zehn Prozentpunkte unter dem EU-Schnitt, während Malta gefolgt von Estland und Finnland die Spitzenreiter sind.

 

Quelle Titelbild: Adobe Stock / AI.noevation

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