14.08.2024

Noch liegt Westeuropa laut einer Ericsson-Studie bei der 5G-Nutzung hinter Nordamerika, Nordostasien und den Golfstaaten nur auf Platz 4. Das soll sich aber ändern, denn die Aufholjagd ist bereits voll im Gange und die Zweitplatzierten könnten bis 2029 zurückfallen.

Von dem einstigen Versprechen, Deutschland bei 5G an die Weltspitze zu führen, ist nicht mehr viel geblieben. Immerhin wird Westeuropa bei der Nutzungsrate insgesamt besser. Jeder vierte Mobilfunkvertrag in der Region enthält schon die Möglichkeit, das schnellere 5G-Netz zu nutzen. Das entspricht einer Marktdurchdringung von 26 Prozent. Damit landet Westeuropa laut einer Studie des 5G-Mobilfunkausrüsters Ericsson international nach wie vor nur auf Platz 4. Nordamerika ist mit 59 Prozent Marktdurchdringung immer noch auf Platz 1, Nordostasien folgt mit 41 Prozent dahinter. Die Golfstaaten belegen mit 31 Prozent Marktdurchdringung bei den Angeboten Platz 3.

Was 5G für die Industrie so interessant macht

Insgesamt zählt die jüngst in Stockholm veröffentlichte Studie weltweit 1,7 Milliarden Mobilfunkverträge, welche die 5G-Nutzung beinhalten. Ericsson geht davon aus, dass sich dabei in den nächsten Jahren international ein Kopf-an-Kopf-Rennen entfachen wird. Nordostasien könnte dann mit nur 80 zu 86 Prozent der in Westeuropa eingegangenen 5G-Mobilfunkverträge bis 2029 auf Platz vier zurückfallen. Nordamerika soll dann mit 90 Prozent weiter an der Spitze liegen, dicht gefolgt von den Golfanrainerstaaten mit 89 Prozent der Abschlüsse.

Der Mobilfunk der fünften Generation, kurz 5G genannt, bietet sehr viel höhere Übertragungsraten und weit geringere Latenzzeiten als 3G (UMTS) und LTE oder 4G. Damit ist 5G laut Vodafone für viele Echtzeit-Anwendungen wie die Remote-Steuerung von Maschinen und die Telemedizin interessant. Viele Industrieunternehmen haben unter anderem mithilfe von Axians entsprechende 5G-Campusnetze eingerichtet. Damit sind sie in der Lage, die durch die IIoT-Anbindung bereitgestellten Maschinendaten zu übertragen, in die Cloud weiterzuleiten und regional oder gar weltweit zu nutzen. Die 5G-Vernetzung ist dabei wesentlich günstiger als die über traditionelle BUS-Verbindungen mit einer entsprechend aufwendigen Verlegung der Kabel.

5G-Nutzung im industriellen Umfeld
Besonders im industriellen Umfeld kommt verstärkt 5G zum Einsatz. Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf 5G-Campusnetze, wie Axians sie anbietet. Bildquelle: Adobe Stock / Alina.

Nur wenige echte 5G-SA-Angebote bisher

Wie es in der Ericsson-Studie heißt, werde der Boom bei der 5G-Nutzung in Westeuropa allerdings gebremst. Denn die heute häufig verwendeten Frequenzen im Spektrum von unter 1 Gigahertz erlauben zwar eine großflächige Abdeckung, können aber nicht mit dem mittleren Frequenzbereich von 3,5 GHz mithalten. Das mindert die Nutzererfahrung bezüglich Geschwindigkeiten beim Streaming oder Hochladen von Daten. Andere Regionen sind bei der Öffnung des Frequenzspektrums schon weiter, um das ganze Potenzial von Funkstandards wie 5G auszuschöpfen.

Wer ein „5G-Handy“ kauft, ist vielleicht oft noch enttäuscht. Viele der Geräte bieten den Mobilfunk der fünften Generation nur unterstützend, aber nicht standalone. Das hat sich laut Ericsson aber mittlerweile geändert, denn es gibt so wie die neueren Modelle ab Android 13 und Apples iOs 17 immer mehr Smartphones, die über das sogenannte Network Slicing auch 5G-SA mitbringen. Die meisten Betreiber in Deutschland bieten diesen Service für Privatkunden allerdings noch nicht an. Beim „Slicing“ wird das physikalische Netz in verschiedene Teile (oder Scheibchen) aufgeteilt, um bestimmte Dienste wie etwa Videostreaming oder das Herunterladen von Inhalten bevorzugt zu behandeln.

Durch Maßnahmen wie Antennenbündelung auf einem Hochhaus in Neu-Ulm sorgt Axians übrigens auch dafür, die 5G-Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern. Denn der Mobilfunkstandard der fünften Generation erfordert ein viel dichteres Netz von Sende- und Empfangsstationen. Zukünftig werden daher verstärkt Möglichkeiten genutzt, um viele kleinere, unsichtbare Sendestationen etwa an Straßenlaternen anzubringen. Auch hier sind Axians und Schwestergesellschaften wie Omexom Vorreiter.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / wiizii

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