Breite Datenallianz für den erfolgreichen KI-Einsatz in der deutschen Industrie
Redaktion Digital Chiefs
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Künstliche Intelligenz hat die deutsche Wirtschaft im Sturm erobert. Gut ein Drittel der Unternehmen nutzen schon KI, knapp die Hälfte denken darüber nach, 8 von 10 sehen KI als wichtige Zukunftstechnologie. Das sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Bitkom-Studie.
KI ist in der deutschen Wirtschaft angekommen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der im Auftrag des Branchenverbands Bitkom deutschlandweit befragten 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen KI in der einen oder anderen Form. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Umfrage fand im Vorfeld des AI & Quantum Summit statt, zu dem Bitkom am 16. und 17. September nach Berlin einlud.
Nahezu jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) plant oder diskutiert darüber hinaus den Einsatz von KI. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und für Bitkom ein Indiz, dass KI in der deutschen Wirtschaft vor allem in den vergangenen Monaten in der Breite angekommen ist.
„Künstliche Intelligenz hat den Durchbruch in der deutschen Wirtschaft geschafft“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Er fügt hinzu, dass Unternehmen nicht nur die Möglichkeit von KI erkannt hätten, sondern sie auch nutzten und in die Technologie investierten: „Das ist eine gute Nachricht für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.“
Acht von zehn befragte Unternehmen sehen in KI eine wichtige Zukunftstechnologie, während es 2024 noch 73 Prozent waren. Nur 17 Prozent der Unternehmen halten sie für einen vorübergehenden Hype. Das sind neun Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Befragten ist überzeugt, dass Unternehmen, die KI nicht nutzten, keine Zukunft hätten. Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen sieht für sich aber noch keinen konkreten Nutzen. 2024 war der Anteil mit 46 Prozent allerdings noch deutlich höher.

83 Prozent sehen KI als Chance für das eigene Unternehmen, gerade mal 14 Prozent der Befragten sieht KI als Risiko an, etwa ein Viertel von ihnen (24 Prozent) denkt, dass KI das eigene Geschäftsmodell verändert wird. Ähnlich hoch ist der Anteil der Unternehmen (23 Prozent), die sich durch KI in ihrer Existenz bedroht sehen. „Die größte Gefahr ist es, KI einfach zu ignorieren und den KI-Zug zu verpassen“, so Wintergerst weiter, denn die Technologie biete unabhängig von der Größe und Branche „riesige Chancen“.
Fast ein Drittel der befragten Unternehmen wollen ihre KI-Investitionen im laufenden Jahr erhöhen. Nur fünf Prozent wollen weniger investieren, weitere vier Prozent haben noch keine Mittel in KI gesteckt und haben auch nicht vor, das zu tun. „Der Einstieg in die KI ist für Unternehmen so günstig wie noch nie“, sagt Wintergerst und weist auch auf kostenlosen Angebote hin. Auf die Unternehmen zugeschnittene leistungsfähige und rechtssichere KI gebe es aber „nicht zum Nulltarif.“
Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) ist das Herkunftsland des KI-Anbieters wichtig. Eine große Mehrheit von 93 Prozent würden eine KI „Made in Germany“ bevorzugen. Nur die Hälfte (51 Prozent) wünschen sich Anbieter aus den USA. Gut die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) wünscht sich daher auch eine verstärkte Förderung deutscher KI-Anbieter, 46 und 45 Prozent eine Reformierung des AI Acts und einen besseren Zugang zu Daten.
Quelle Titelbild: Adobe Stock / Gejsi