Corona-Effekt: 9 von 10 Unternehmen setzen neue Arbeitsmethoden schneller um

Die Corona-Pandemie bringt nicht nur negative Folgen für Unternehmen mit sich. Aus einer weltweiten Umfrage von Führungskräften und Mitarbeitern geht hervor, dass fast alle Befragten merken, wie die Pandemie neue Arbeitsformen- und Methoden vorantreibt. Es gibt jedoch immer noch zu viele Prozesse, die eine Offline-Bearbeitung benötigen.

Die Folgen der Corona-Pandemie sind besonders in den unternehmensinternen Arbeitsweisen zu spüren. Deutsche Führungskräfte und Beschäftigte sind sich einig, dass durch den rapiden Einsatz von Technologie die Arbeitsprozesse schneller und effektiver werden. Die Kernergebnisse der weltweiten Umfrage des amerikanischen Software-Anbieter ServiceNow machen ebenfalls klar: Deutschland führt im europäischen Vergleich bei digitaler Transformation. Befragt wurden rund 900 Führungskräfte aus dem C-Level sowie über 8.100 Mitarbeiter weltweit.

Arbeitsformen werden diverser

 Neben negativen Auswirkungen wie Umsatzrückgängen und Personalentlassungen hat die Pandemie die Führungskräfte aber auch zum Umdenken bewegt. 9 von 10 (91 Prozent) der befragten Entscheider in Deutschland geben an, dass ihr Unternehmen neue Arbeitsmethoden schneller umsetzt und den Mitarbeiter mehr Freiraum zur Entfaltung lässt.

85 Prozent der Angestellten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen schneller auf neue Arbeitsweisen umgestellt hat, als sie es zum Beginn der Pandemie für möglich hielten. Jedoch gilt es nun, das Tempo der Transformation weiter beizubehalten. 46 Prozent der Führungskräfte und mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer (54 Prozent) befürchten, dass die nächsten Schritte der Transformation weitaus schwieriger werden als die ersten, durch den Lockdown beschleunigten, Transformationsschritte.

 Transformation vs. veraltete Technologie

Der digitale Wandel hat sich beschleunigt. Der Raum für Verbesserungen bleibt aber noch groß. Das bekommen auch 96 Prozent der Führungskräfte zu spüren. Nach Monaten im Homeoffice benötigen viele bürokratische Aufgaben immer noch Offline-Workflows. Als Beispiel nennen die Mehrheit vor allem das Genehmigen von Dokumenten (52 Prozent), IT-Berichte über IT-Sicherheitsvorfälle (56 Prozent) und das Bearbeiten von Anfragen (57 Prozent).

Außerdem geben zwei Drittel (66 Prozent) aller weltweit Befragten an, dass ihr Unternehmen trotz mehr Kollaboration-Tools immer noch kein vollständig integriertes System zur Verwaltung digitaler Workflows hat.

Es bleibt noch viel Raum für Verbesserungen, obwohl der digitale Wandel sich beschleunigt hat. Quelle: blog.wiwo.de

Das vollständige Whitepaper der Umfrage finden Sie hier.

Große Hürden aus Sicht der Führungskräfte

Für die Arbeitnehmer ergeben sich durch neue Methoden viele Vorteile. 59 Prozent profitieren von der Zeitersparnis, da sie nicht pendeln müssen und spüren vermehrt (52 Prozent) eine bessere Work-Life-Balance.

Die Führungskräfte stehen den neuen Methoden aber immer noch kritisch gegenüber. 95 Prozent äußern große Bedenken darüber, wie sich Remote Work auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken wird.

Während Arbeitnehmer mehr Vorteile in der neuen Methode sehen, stehen Führungskräfte dieser immer noch kritisch gegenüber. Quelle: Adobe Stock | shintartanya

Aber sie sehen auch die wirtschaftlichen Effekte: Für 88 Prozent der Unternehmen haben sich seit Beginn der Pandemie ihre Betriebsausgaben gesenkt. Es bleiben also mehr Ressourcen, innovative Ideen voranzutreiben. Außerdem können die Entscheider des C-Levels die betrieblichen Schäden der Pandemie mit mehr Mitteln ausbessern.

Quelle: iStock / martin-dm

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