Der digitale Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung
08.10.2021 | Holger Bewart

Der mobile Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung – Das sind die Vorteile für mehr Resilienz

In der Coronakrise hastig eingeführt, ist Homeoffice oder Remote Work für viele Beamtete oder Verwaltungsangestellte in der öffentlichen Verwaltung zum „New Normal“ geworden und wird bleiben, hybrid zumindest. Aber jetzt ist es an der Zeit, das Ganze auf sichere Füße zu stellen.

Resilienz von englisch Resilience für Elastizität, Feder- oder Spannkraft ist das neue Zauberwort. Gemeint ist die Fähigkeit, möglichst schnell auf Veränderungen oder schwierige Situationen reagieren zu können und im Schadensfall wieder zur Normalität zurückzufinden. COVID-19 hat Organisationen wie öffentliche Verwaltungen alle mehr oder weniger kalt erwischt und gezwungen, ihre Belegschaft oder große Teile davon ins Homeoffice zu schicken. Ganz schnell mussten daher Lösungen her, die Arbeiten von zu Hause aus oder überall ermöglichten.

Die Krise geht, dezentrales Arbeiten wird bleiben

Organisationen wie Ämter und Verwaltungseinrichtungen, die sehr hohen Wert auf Datensicherheit und Datenschutz legen, taten sich damit besonders schwer. Sie mussten unter weitgehendem Verzicht auf diese Standards aber ebenfalls oft improvisieren und zusammengewürfelte Produkte einsetzen, die nicht zusammenpassen. Resilienz sieht anders aus.

Es ist daher an der Zeit, Technologien und Lösungen einzusetzen, die den mobilen Arbeitsplatz mit zeit- und ortsunabhängigen Arbeiten als New Normal langfristig ermöglichen. Denn die Pandemie wird bald verschwinden, Remote oder Hybride Work aber bleiben, auch im öffentlichen Dienst. Das legt laut Storage-Insider eine aktuelle Studie der Universität zu Köln nahe. Den Ergebnissen zufolge, die auf Umfragen von Mai 2020 und Mai/Juni 2021 basieren, verbrachten damals 38 Prozent der Befragten aus dem öffentlichen Dienst über 75 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice, bei IT und technischen Dienstleistungen waren es sogar fast doppelt so viele Beschäftigte (74 Prozent).

Öffentliche Verwaltungen bei Remote Work besser als der Ruf

Als Business Development Manager Citrix Solutions & Digital Evangelist bei Axians berate ich viele Axians-Kunden mit Blick auf den sicheren digitalen Arbeitsplatz. Was bedeutet das jetzt für die öffentliche Verwaltung? Ich bin der Meinung, dass im ICT-Bereich und besonders bei kommunalen IT-Dienstleistern, die wir als Kunden prominent bedienen, der Anteil der remote Arbeitenden tatsächlich oft höher ist. Aber auch die haben oft noch Schwierigkeiten damit, dies als „New Normal“ anzunehmen, und arbeiten dabei oft noch mit zum Teil nicht mal kompatiblen, proprietären oder schnell zusammengestrickten eigenen Lösungen. Wir sehen daher hier noch viel Potenzial und haben zusammen mit Citrix auch die nötige Expertise, den Public-Sektor durch den Digital Workspace resilienter zu machen.

Wie das gelingt und wie auch Ihre Organisation passende Homeoffice-Arbeitsplätze integrieren kann, erfahren Sie im exklusiven Whitepaper von Axians und Citrix.

Im Januar 2021 lag der Homeoffice-Anteil einer DGB-Umfrage zufolge noch bei 22 Prozent, damit aber sogar höher als in der Privatwirtschaft (17 Prozent). Angehoben wurde der Schnitt bei öffentlichen Verwaltungen vor allem durch die 43 Prozent der Beamteten, die teilweise oder regelmäßig von daheim aus arbeiteten. Aber zurück zur Kölner Studie. Die sieht in dem hybriden Arbeitsmodell mit jeweils ergebnisorientierter Bewertung die Zukunft für den öffentlichen Dienst.

Vorsicht ist angebracht, Misstrauen nicht

Eine Ausgabe der WDR-Serie MONITOR von Januar 2021 hat das Thema Homeoffice für Staatsdiener eher kritisch beleuchtet und festgestellt, dass in vielen Behörden und Ämtern das Misstrauen überwiegt und sie deswegen teilweise wieder zurückgerudert sind. Das war natürlich noch vor Erlassen der allgemeinen Homeoffice-Pflicht im April, aber denkt man an die Cyber Security und den Datenschutz war und ist Vorsicht angebracht, Misstrauen und die ständige Kontrolle aber nicht nach den überwiegend überraschend guten Erfahrungen mit der Umstellung auf dezentrale Arbeitsplätze.

Denn statt, dass die Produktivität im Homeoffice durch fehlende Kontrolle der Vorgesetzten nachlässt, war auch im öffentlichen Dienst oft das Gegenteil der Fall. Von wegen die würden zu Hause ja alle nur auf dem Sofa herumliegen oder Wäscheberge von A nach B tragen. Manche Behörden und Ämter kamen sogar zu der Erkenntnis, die Krise als Chance zu begreifen, um anpassungsfähiger, handlungsfähiger und somit auch überlebensfähiger zu werden.

Resilienz wird zum Wettbewerbsvorteil

Denn auch öffentliche Verwaltungen sind heute nicht mehr wie in Stein gemeißelt ewig da, wenn sie nicht in der Lage sind, sich im wachsenden Wettbewerb untereinander und mit der freien Wirtschaft zu behaupten. Und das geht so wie der vom Onlinezugangsgesetz geschaffene Druck für mehr Bürgernähe nur, indem sie von Fax und Zettelwirtschaft wegkommen und sich stattdessen digital aufstellen. Das macht sie resilienter, um schwierige Situationen und externe Einflüsse umfahren zu können. Die Corona-Pandemie war zwar Treiber dieser digitalen Resilienz, wird aber nicht die einzige Krise bleiben, wie die zunehmenden Umweltkatastrophen zeigen. Die Herausforderung besteht also darin, das Unvorhersehbare antizipieren zu können und damit umzugehen zu lernen.

Der Digitale Arbeitsplatz wird auch in Ämtern und Verwaltungsorganisationen immer häufiger eingesetzt.
Der Digitale Arbeitsplatz wird auch in Ämtern und Verwaltungsorganisationen immer häufiger eingesetzt. Quelle: AdobeStock / Marcel Schauer.

Dezentrale Arbeitsplätze umsetzen – aber richtig

Axians weiß hier mit Data Analytics für Unternehmen und den öffentlichen Dienst auch die richtigen Weichen zu stellen. Aber ein ganz wesentlicher Schlüssel zur besagten Resilienz ist der digitale Arbeitsplatz mit der Möglichkeit, von überall mit stationären oder mobilen Geräten arbeiten zu können, um auch in jedem noch so schlimmen Krisenfall für eine anhaltend hohe Business Continuity und Produktivität der Mitarbeitenden zu sorgen.

Axians ist hier als ICT-Dienstleister und Softwarehersteller zusammen mit dem Desktop-Virtualisierungsspezialisten Citrix als Partner bestens positioniert, um Homeoffice oder Remote Work auf eine einheitliche, einfach zu bedienende und gleichzeitig hochsichere Basis zu stellen. Wichtiger Teil der umfassenden Beratungsleistungen von Axians ist dabei zu klären, welche Komponenten und Anwendungen im Homeoffice oder in der mobilen Arbeit zum Einsatz kommen und wie sie bereitgestellt werden sollen. Öffentliche Dienste präferieren dabei die Private Cloud, es spricht aber auch Einiges für die Hybride Cloud.

Der Citrix Intelligent Workspace mit Lizenzierung über den Axians Managed Desktop bietet die Möglichkeit, sich Inhalte aus SAP oder Microsoft 365 (vormals Office 365) anzeigen zu lassen, ohne die jeweilige Anwendung starten zu müssen.

Das und vieles mehr erfahren Sie in dem von Axians und Citrix gemeinsam erstellten Whitepaper, das Ihnen die Vorteile von Homeoffice-Arbeitsplätzen in Ihrer öffentlichen Verwaltung aufzeigt.
Hier geht’s zum Download.

Mit Axians als Dienstleistungspartner bietet sich Unternehmen und Behörden nicht nur ein großes Spektrum von Lösungen und Kompetenzen aus den einzelnen Business Units, sondern erschließen sich auch Synergien aus ähnlichen Projekten anderer B2B-Kunden. Das ist ein großes Plus und hat viel zu der stetig wachsenden Kundenzufriedenheit beigetragen.

Quelle Titelbild: AdobeStock / Jacob Lund

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