10.11.2023

Intelligent Automation findet als Kombination von Robotics Process Automation (RPA), künstlicher Intelligenz und natürlicher Sprachverarbeitung vor allem in IT-Abteilungen schon weithin Anwendung. 30 Prozent der Unternehmen arbeiten schon damit, zeigt eine Studie von Adesso.

Bei der Intelligent Automation vereinigen sich RPA, KI, Machine Learning und Natural Language Processing, um repetitive oder wiederkehrende Aufgaben zu übernehmen und Mitarbeitende somit zu entlasten. Damit lassen sich auch Prozesse automatisieren und optimieren, die so wie Reklamationen beziehungsweise das Beschwerdemanagement bisher nicht in Frage kamen. Die eingebaute Intelligenz ist in der Lage, am Unterton einer Mail oder eines Anrufes zu erkennen, ob es sich um eine wie auch immer geartete Beschwerde handelt, um die Nachricht an die richtige Stelle weiterzuleiten.

Wie der IT-Dienstleister Adesso nun in Erfahrung gebracht hat, arbeiten 30 Prozent der befragten Unternehmen schon mit der Technologie. IT-Abteilungen sind mit 44 Prozent die Spitzenreiter unter den Anwendern, gefolgt von der Produktion mit 38 Prozent und dem Service mit 36 Prozent.

Was treibt, was hemmt die Entwicklung

Nach den Gründen befragt, warum Unternehmen intelligente Automatisierung einführen sollten, ist Effizienzsteigerung bei 58 Prozent der Studienteilnehmenden ganz weit vorn. An zweiter Stelle folgt mit 46 Prozent Kostenersparnis, an dritter mit 39 Prozent die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, an vierter und fünfter mit 32 und 31 Prozent die Verbesserung der

Mit Intelligent Automation kann die Effizienz eines Unternehmens weitgehend gesteigert werden (Quelle: Adobe Stock/bizvector).

Kundenzufriedenheit und das Erzielen von Wettbewerbsvorteilen. Die Mitarbeitendenzufriedenheit zu verbessern ist mit 18 Prozent offenbar weniger im Fokus. Schlusslichter sind mit 10 und 9 Prozent das Unternehmensimage und die Resilienz zu erhöhen.

Was gegen die rasche Einführung spricht, sind der Umfrage zufolge mangelndes Knowhow mit 44 Prozent, technologische Aspekte wie Sicherheit und Integrationsfähigkeit mit 34 Prozent und die befürchteten Implementierungskosten mit 33 Prozent. Hinzu kommen fehlende ganzheitliche Digitalisierungsvisionen und Akzeptanz im Unternehmen mit 28 und 27 Prozent sowie eine fehlende Investitionsbereitschaft, die 25 Prozent der Befragten sehen.

Am meisten umgesetzt ist Intelligent Automation wie gesagt in der IT, in Produktion und Fertigung sowie im Service. Es folgen der Vertrieb mit 32 Prozent, Forschung und Entwicklung mit 30 Prozent Umsetzung sowie der Einkauf und die Finanzen mit 28 und 27 Prozent. HR und Marketing sind so wie die Geschäftsführung noch etwas im Rückstand bei der Umsetzung, melden aber laut Plan mit 33 und 39 Prozent großen Bedarf an. Nimmt man Plan und Umsetzung zusammen, bleibt der IT-Bereich mit 80 Prozent weit vorne, gefolgt von Service mit 75 Prozent und Vertrieb mit 69 Prozent.

Fazit: Intelligent Automation vereint Robotics Process Automation mit künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Natural Language Processing, das auch Anwendungen wie ChatGPT möglich macht. Ganz entscheidende Vorteile der vergleichsweise neuen Technologie sind Effizienzgewinne, die über die reine Produktion oder Logistik hinausgehen. Besonders der Service und Vertrieb profitieren offenbar davon. Und es ist erstaunlich, wie viele Unternehmen und ihre Abteilungen Intelligent Automation schon eingeführt und umgesetzt haben. Schaut man sich die Pläne an, scheint das erst der Anfang zu sein.

Quelle Titelbild: Adobe / IM Imagery

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