23.02.2022

IT hat goldenen Boden, heißt es neudeutsch. Die Boston Consulting Group (BCG) hat nun ein Ranking herausgegeben, wo es am meisten bei IT-Fachkräften fehlt und wo die höchsten Gehaltszuwächse in Deutschland locken. Ganz weit vorne sind dabei Cyber Security Analysts.

Entweder sie sind es schon oder sie gehen demnächst in Rente. Gemeint sind die Babyboomer. Und damit wird auch viel von dem frühen IT-Fachkräftepotenzial fehlen in den nächsten Jahren. Der Future-of-Jobs-Report der Boston Consulting Group (BCG) rechnet damit, dass bis 2030 rund 1,1 Millionen IT-Fachkräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen werden, wie das Handelsblatt exklusiv berichten durfte.

Der mit „Bis zu 111.000 Euro im Jahr“ lockende Artikel ist zwar hinter einer Bezahlschranke, aber wie dort berichtet wird, liegt jedes der untersuchten Stellenprofile im Median bei einem Jahreseinkommen von mindestens 75.000 Euro, acht bei über 90.000 Euro. Golem zufolge ist die technische Leitung mit 111.497 Euro im Median 2030 voraussichtlich das bestbezahlte von insgesamt 35 Stellenprofilen, bei den IT-Jobs gefolgt vom Business (Process) Analyst, Agile Coach, Change Analyst, Strategy Analyst und Vertriebsingenieur mit jeweils über 80.000 Euro nach derzeit mehr als 64.000 Euro Jahresgehalt brutto. Sechsstellig sehr gut im Rennen sein werden 2030 laut Handelsblatt Internist:innen, Hausärzt:innen und Dermatolog:innen mit derzeit jeweils etwas über 80.000 und 2030 mehr als 100.000 Euro Jahreseinkommen.

Am meisten Zuwächse hat mit 35 Prozent bis Ende des Jahrzehnts aber der Cyber Security Analyst zu erwarten, der aktuell im Schnitt 71.000 Euro und 2030 dann im Schnitt 96.000 Euro jährlich nach Hause tragen darf.

Grafik zeigt Zukunftsgehalt für Digital-Chiefs; Wandel der Führungskraft.

Die größten Personallücken sieht die zusammen mit Gehalt.de erstellte Studie bei mathematischen Berufen, der IT und dem Ingenieurswesen. Die Analysten gehen davon aus, dass dem deutschen Arbeitsmarkt bis 2030 wegen der vielen in Rente oder Pension gehenden Babyboomer rund drei Millionen Vollzeitkräfte fehlen werden.

Dem stehen allerdings 1,6 Millionen Menschen gegenüber, die in Folge der Digitalisierung oder des fortschreitenden Klimawandels in ihrer Branche keinen Job mehr finden werden. Dagegen ist die Zahl der freien Stellen bei den IT-Fachkräften 2021 von 86.000 auf 96.000 um 12 Prozent in die Höhe geklettert, wie Golem eine neue Bitkom-Studie zitiert. Einem Sprecher der Arbeitsagentur zufolge sind allerdings nur 21.066 Stellen für IT-Expertinnen und -Experten offen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / photon_photo

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