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Warum Network-as-a-Service jetzt der richtige Ansatz ist

Software- und Platform-as-a-Service (SaaS und PaaS) ist vielen IT-Verantwortlichen ein Begriff. Aber wissen sie auch, was Network-as-a-Service (NaaS) ist und welche Chancen sich dadurch etwa im Hinblick auf Skalierbarkeit und Sicherheit bieten?

Vor wenigen Jahren hat Kaeser Kompressoren mit Druckluft als Serviceleistung für Aufsehen gesorgt. Damals hat der As-a-Services-Zug, angefangen von Software-, Infrastructure- und Plattform-as-a-Service, immer weitere Kreise gezogen und bereits mächtig an Fahrt gewonnen. Relativ neu, aber ebenso von hohem Potenzial geprägt, ist der Markt für Network-as-as-Service. Die Analysten von MarketsandMarkets rechnen zwischen 2021 und 2026 mit einem jährlichen Wachstum (CAGR) von 29,4 Prozent – von 10,4 auf 37,5 Milliarden Dollar weltweit. Mordor Intelligence geht sogar davon aus, dass der NaaS-Weltmarkt bis 2026 um 34 Prozent jährlich auf ein Volumen von rund 45 Milliarden Dollar anschwellen wird. Für CIOs und andere IT-Verantwortliche ist es also höchste Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen und auf den NaaS-Zug aufzuspringen.

Was ist NaaS, wo liegen die Vorteile?

Aber was ist NaaS eigentlich, und was sind die wesentlichen Vorteile? Einfach ausgedrückt, handelt es sich dabei um ein Geschäftsmodell, bei dem auf Mietbasis über die Cloud bereitgestellte Netzwerkdienste den mitunter sehr teuren und aufwendigen Betrieb eigener Hard- und Softwarekomponenten ersetzen. Wie ComputerWeekly es erklärt, ist das Netzwerk somit eine Dienstleistung, für die man genauso bezahlt wie für Wasser, Strom und Heizung. Gerade viele Unternehmensgründer würden den Vorteil sehen, weil sie sich die Investitionen in Netzwerkhardware und Personal sparen könnten.

Aber nicht nur für Startups ist NaaS interessant. Der Reiz des Geschäftsmodells liegt unter anderem in leichterer Skalierbarkeit, mehr Flexibilität, Kontrolle und Sicherheit, schreibt Axel Simon von der HSE-Tochter Aruba Networks in einem anderen ComputerWeekly-Beitrag. MarketsandMarkets geht als Teaser für seinen 246 Seiten langen Bericht auf die unter anderem von NTT Communications in Japan entdeckten Potenziale bezüglich 5G und der IoT-Anbindung von Maschinen ein.

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Das Geschäftsmodell von NaaS bietet unter anderem eine leichtere Skalierbarkeit, mehr Flexibilität, Kontrolle und Sicherheit. Quelle: Adobe Stock / Silvano Rebai

NaaS hat mehrere Facetten

Aufgrund des Marktvolumens am vielversprechendsten sei aber SD-WAN-as-a-Service für Unternehmen mit mehreren verteilten Zweigstellen. Und das ist eine der sechs Säulen im NaaS-Angebotsspektrum von Axians, neben WiFi/WLAN, LAN, Data Center, Security und Collaboration as a Service. Software-defined Wide Area Network als Netzwerkdienstleistung bietet eine hohe, flexible Skalierbarkeit, ein vereinfachtes Management und hilft zudem, die Betriebskosten deutlich zu senken.

Im NaaS-Markt tummeln sich mittlerweile alle großen Player, allen voran Cisco. Der amerikanische Netzwerkriese hat seine NaaS-Strategie mit der Einführung von Cisco Plus gestartet und will die erste NaaS-Lösung als hybride Cloud-Infrastruktur zusammen mit einem All-in-One-SASE-Produkt noch 2021 auf den Markt bringen. SASE steht für Secure Access Service Edge und ist ein Architekturmodell, das es erlaubt, Netzwerk- und Security-as-a-Service-Funktionen zu bündeln und als Cloud-Service bereitzustellen.

NaaS ist aber nicht nur auf SD-WAN beschränkt, wie das oben genannte Portfolio von Axians in dem Bereich zeigt. Mit LAN as Managed Service beziehungsweise as a Service oder kurz LANaaS bietet die VINCI-Tochter eine Lösung an, die Unternehmen und anderen Organisationen hilft, mit den Geschäftsanforderungen zu wachsen. Diese Skalierbarkeit ist eben einer der ganz wesentlichen Vorteile von NaaS-Lösungen. Hinzu kommen eine anhaltend hohe Verfügbarkeit und ein kontinuierliches Lifecycle-Management. Für die Qualitätssicherung bringt Axians zudem ein hoch spezialisiertes Expertenteam ein, neben langjährigen Erfahrungen und tiefgreifendem Prozesswissen. Die Kunden haben dank eines Pay-per-X-Modells die volle Kostenkontrolle und können sich auf die neuesten Sicherheits- und Technologiestandards verlassen. Ob in einer großen Zentrale oder in mehreren Standorten lassen sich im LAN Headquarter über eine zentrale Plattform Campus Switches mit 24 oder 48 Ports und Core Switches mit 16 oder 32 Ports, optional mit Power over Ethernet (PoE) und redundanter Stromversorgung realisieren. Für die LAN Security ist mit 802.1x-Authentifizierung und Network Access Control (NAC) auch gesorgt.

WLAN as a Service oder Managed WiFi, wie Axians es auch nennt, ist als „Out-of-the-box”-Lösung auch immer mehr von Unternehmenskunden gefragt. Ein ganz zentrales Argument ist auch hier das Thema Investitionssicherheit, denn die Anschaffung und Wartung teurer Hardware entfällt. Die Einrichtung der Access Points erfolgt zentral über ein Dachboard. Das entlastet die IT-Administratoren und erspart weitere Kosten. Für höchste IT-Sicherheit ist mit Lösungen wie einem WLAN Sniffer als „Spürhund“ gegen Malware auch gesorgt.

Kurz, Managed Network Services oder Network as a Service (NAS), ob als SD-WAN, LAN oder WLAN/WiFi, ist die Zukunft der Netzwerk-Nutzung, weil sie Unternehmen und ihren IT-Verantwortlichen die Last nimmt, eigene Infrastrukturen zu unterhalten, einzurichten und zu warten. Mit Axians als erfahrener Partner gelingt auch der Umstieg in diese Netzwerkzukunft. Unternehmen gewinnen somit mehr Zeit für das Wesentliche: für Wachstum und Sicherung des eigenen Geschäftserfolgs, wie Christoph Bünnemeyer, der Axians-Leiter für die Solution Line Managed Services, gerade erst in einem Blog-Beitrag dargelegt hat. Dabei geht er auch auf das verbesserte Risikomanagement ein und spricht von „Wachstum ohne Wachstumsschmerzen“, eine treffende Analogie für NaaS und die einfache, hohe Skalierbarkeit.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / massimo_g

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