03.03.2023
3 Min. Lesezeit

Die herkömmliche zentrale Netzwerksicherheit ist dem Trend zum dezentralen Arbeiten kaum noch gewachsen. In der Pandemie haben viele Unternehmen daher Secure Access Service Edge (SASE) für sich entdeckt. Dabei verkennen sie aber oft die anderen Vorteile der Sicherheit aus der Cloud.

SASE als Kürzel für Secure Access Service Edge ist noch gar nicht so alt, wird aber gerne „sassy“ wie das englische Wort für aufmüpfig, frech oder aufsässig ausgesprochen. Und gewissermaßen hat dieses von Gartner 2019 in „The Future of Network Security in the Cloud“ vorgestellte Cybersicherheitskonzept etwas Ketzerisches, ist es doch die Abkehr von der allgeliebten zentralen Netzwerksicherheit. Die wurde nämlich in der Cloud und im Zuge von Remote Work und Collaboration immer mehr zum Bremsklotz oder zum Sicherheitsrisiko.

Viele Unternehmen beziehungsweise ihre IT-Security-Verantwortlichen haben daher in der Pandemie mit streckenweise staatlich verordnetem Homeoffice SASE oder SASE-ähnliche Ansätze einer dezentralen neuen Sicherheitsarchitektur in der Cloud für sich entdeckt.

SASE vereint viele Funktionalitäten

Laut führenden Anbietern vereint SASE Wide Area Networking (WAN) und Netzwerksicherheitsdienste wie Cloud Access Security Broker CASB), Firewall-as-a-Service (FWaaS) und Zero Trust Network Access (ZTNA) in einem einzigen, cloudbasierten Service.

Demnach zeigte eine im Herbst 2022 veröffentlichte Gartner-Umfrage, dass 75 Prozent der Unternehmen die Anzahl der IT-Security-Anbieter gerne eindampfen oder reduzieren würden. 2020 lag der Anteil gerade mal bei 29 Prozent. Gartner sagt daher voraus, dass 2025 schon ein Drittel der SASE-Neuimplementierungen auf der Technologie nur eines einzigen Anbieters basieren werden.

Vorteile von SASE sind laut einem früheren Beitrag von Digital Chiefs:

  1. Weniger Komplexität und Kosten
  2. Zugang zu neuen digitalen Geschäftsmodellen
  3. Verbesserte Leistung und Latenzen
  4. Benutzerfreundlichkeit und Transparenz für Anwender
  5. Verbesserte Sicherheit
  6. Geringerer administrativer Aufwand

„Vielfalt der Möglichkeiten“ bleiben für viele Unternehmen noch offen

Bewährt hat sich SASE vor allem auch, weil es die Funktionalitäten von SD-WAN und Cloud-Security zusammenbringt. Auch Gartner bestätigt, dass viele Unternehmen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten nutzen, die SASE bietet.

SASE vereinfacht als cloudbasiertes Modell Bereitstellung und Betrieb von Netzwerk- und Security-Services erheblich und ermöglicht, mehr Funktionen wie ZTNA und XDR (Extended Detection and Response“ zu integrieren. Außerdem erleichtert SASE es Unternehmen, bei der IT-Security von Eigenleitung auf Managed Services und somit von einem CAPEX- auf ein OPEX-basierendes Modell umzusteigen.

Axians als Partner von SASE-Marktführer Cisco hat für Unternehmen jeweils angepasste SASE-Lösungen auf Basis von Cisco Umbrella bereit. Dieses umfasst Funktionen wie DNS Layer Security, Secure Web Gateway, Firewall, Cloud Security Access Broker (CSAB), interactive Threat Intelligence und ein integriertes SD-WAN.

Quelle: Adobe Stock / Montri

Weiterlesen

Diesen Beitrag teilen:

Weitere Beiträge

14.08.2026

SpaceX übernimmt Cursor: EU-Klauseln bleiben offen

Eva Mickler

5 Min. Lesezeit Der Kaufvertrag ist seit dem 14. August 2026 vollzogen. Wer das Werkzeug im Unternehmen ...

Zum Beitrag
13.08.2026

CRA zwingt Hersteller zur Meldung binnen 24 Stunden

Bernhard Liebl

9 Min. Lesezeit Am 11. September 2026 greift Artikel 14 des Cyber Resilience Act. Ab diesem Tag müssen ...

Zum Beitrag
11.08.2026

NVIDIAs Milliarden-Pläne und was Betreiber jetzt prüfen müssen

Bernhard Liebl

7 Min. Lesezeit NVIDIA hat am 10. August 2026 angekündigt, gemeinsam mit sechs Kapitalpartnern Finanzierungsplattformen ...

Zum Beitrag
10.08.2026

GPU-Boom vs. Green-IT: Wo der AI-Capex knirscht

Eva Mickler

4 Min. Lesezeit AI-Capex trifft auf Nachhaltigkeitsreporting. GPU-Cluster, Kühlung und Stromverträge ...

Zum Beitrag
09.08.2026

Wenn das Netz limitiert und nicht die GPU

Eva Mickler

8 Min. Lesezeit Viele IT-Leitungen bauen GPU-Kapazität aus und warten dennoch auf Antwortzeiten. Freie ...

Zum Beitrag
09.08.2026

AI Act ab 2. August: Transparenz vor Hochrisiko

Bernhard Liebl

5 Min. Lesezeit Am 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung. ...

Zum Beitrag
Ein Magazin der Evernine Media GmbH