04.09.2024
2 Min. Lesezeit

IDC zufolge werden die weltweiten Ausgaben für KI und GenAI bis 2028 um mindestens 29 Prozent jährlich steigen. Dies schließt auch KI-gestützte Anwendungen, Infrastruktur und entsprechende Dienstleistungen ein.

Der von ChatGPT und ähnlichen Sprachmodellen erst richtig losgetretene KI-Boom ist ungebrochen. IDC geht in seinem Worldwide AI and Generative AI Spending Guide davon aus, dass die weltweiten KI-Ausgaben inklusive die für GenAI, Infrastruktur und Services bis 2028 um mindestens 29 Prozent per annum auf dann 543 Milliarden Euro steigen werden. Wachstumstreiber sollen vor allem die rasche KI-Integration und generative KI sein.

Die Bereiche mit den größten erwarteten Zuwächsen

Die meisten KI-Investitionen der nächsten Jahre sollen mit über 20 Prozent von der Branche der Finanzdienstleister kommen, gefolgt von Software- und IT-Dienstleistern sowie vom Einzelhandel. Alle drei Branchen zusammen werden laut IDC in dem genannten Zeitraum 45 Prozent aller KI-Ausgaben auf sich vereinen.Die größten Wachstumsraten konzentrieren sich den IDC-Auguren zufolge auf vier Bereiche: Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen sollen mit einem kombinierten jährlichen Wachstum (Compound Annual Growth Rate oder kurz CAGR) von 32,8 Prozent am schnellsten wachsen, gefolgt von Transport und Freizeit mit jeweils 31,7 Prozent pro Jahr sowie 17 der 27 aufgeführten Branchen mit fünfjährigen CAGR-Wachstumszahlen von jeweils über 30 Prozent.

GenAI drängt bald an die Spitze

Auch wenn GenAI angefangen mit ChatGPT die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht, machen diese Sprachmodelle laut IDC nur ein Drittel aller KI-Ausgaben aus. Mit einem jährlichen Wachstum von 59,2 Prozent wird der Hype darum aber wohl noch anhalten. Wenn das eintrifft, wird GenAI 2028 Einnahmen von 174-Milliarden-Euro generieren, was einem Anteil von 32 Prozent aller KI-Ausgaben entspräche. Der Löwenanteil der gemachten und erwarteten Ausgaben geht aufs Konto von Software. Diese soll bis 2028 mehr als die Hälfte aller KI-Ausgaben auf sich vereinen.

Zwei Drittel aller Softwareausgaben soll bis 2028 in KI-fähige Anwendungen und Plattformen fließen. Letztere sollen laut einem anderen IDC-Report um 40 Prozent per annum wachsen womit die Umsätze zwischen 2023 und 2028 von 24-Milliarden-Euro auf 131-Milliarden-Euro ansteigen werden. Das liegt auch daran, dass führende KI-Plattformen wie Microsoft Azure AI, Amazon AI Services und OpenAI so stark zugelegt haben.

Wachstumstreiber sind auch Smart Factoring und Farming

Mit großen Zuwächsen rechnen die Analysten auch im Bereich KI-Hardware einschließlich Server, Speicher und Infrastructure-as-a-Service (IaaS). Diese sollen am Ende des 4-Jahres-Prognosezeitraums 27 Prozent der Gesamtausgaben vereinnahmen. IDC-Forschungsdirektorin Karen Massey führt das das unter anderem auf die steigende Nachfrage in den Geschäftsbereichen Kundenservice, IT-Betrieb und Vertrieb zurück. Smart Factories, wie sie unter anderem die VINCI-Tochterunternehmen Axians (für ITK) und Actemium (für Infrastruktur) vielfach einrichten, sind aber auch immer mehr KI-gesteuert und erfordern entsprechende Investitionen. Dazu gehört auch die die Einrichtung von 5G-Campusnetzen, ein anderer Angebotsschwerpunkt von Axians.Weitere Wachstumstreiber für den KI-Einsatz sind Farming 4.0, Gesundheitswesen, ÖPNV und öffentliche Verwaltungen. Welche Bereiche noch große KI-Potenziale versprechen, verrät dieser Expertenbeitrag bei Digital Chiefs. Geographisch werden sich die USA übrigens mit für 2028 erwarteten Umsätzen von 289-Milliarden-Euro noch mehr von anderen Kontinenten abheben und mehr als die Hälfte der Ausgaben generieren, ein Drittel davon aus dem Bereich GenAI. Darauf folgen dann Westeuropa, China und Asia-Pacific ohne Japan, das immer extra gezählt wird.Fazit: Schaut man sich die IDC-Prognosen an, bekommt man eine ungefähre Ahnung, wie sehr KI, auch wenn teilweise noch als vorübergehendes Hype-Thema abgetan, Wirtschaft, Staat und Gesellschaft in Zukunft weltweit prägen und formen wird. Viele der möglichen Anwendungen sind vielleicht noch gar nicht erdacht, andere bisher zu wenig in Erwägung gezogen worden. Wohin sich alles entwickelt, liegt sicherlich auch an den Akteuren. Ganz vorn dabei sind oft ICT- oder ITK–Dienstleister wie Axians

Quelle Titelbild: Adobe Stock / SKIMP Art

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