Gartner: Mehr IT-Budget kauft kaum mehr Hardware
Eva Mickler
4 Min. Lesezeit Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2027 gegenüber 2026 um 15 Prozent auf rund 6.540 Milliarden ...
Vier Fünftel der KI-Ausgaben entstehen außerhalb des IT-Budgets, ein Drittel der Organisationen erschöpft seine Token-Budgets vor Jahresende. Nur 7 Prozent der Unternehmen rechnen KI-Kosten über ein Chargeback-Modell zurück; deshalb verlagert sich die Budgetsteuerung 2027 auf Kostenstellen-Zuordnung, Chargeback und Modell-Routing.
Das Wichtigste in Kürze
VerwandtCIOs sollten KI-Lernzeit fest in die Arbeitszeit einplanen / E-Rechnung verbindet CFO und CIO
Achtzig Prozent der KI-Ausgaben von Unternehmen entstehen nach einer BCG-Befragung außerhalb des IT-Budgets. Die KI-Ausgaben machen inzwischen 3,3 Prozent des Umsatzes aus. Gebucht werden die Kosten damit überwiegend in den Fachbereichen. CIOs müssen bei der Technologieplanung damit auch die Budgets der Fachbereiche berücksichtigen.
Befragt wurden 1.330 CxOs und weitere Führungskräfte aus über 20 Branchen. Die entstehende CIO-Rolle verbindet Architektur und Kontrolle mit der Aufgabe, KI-Ausgaben an Geschäftswert zu koppeln. Für Vlad Lukic, Global Leader der BCG-Practice Tech and Digital Advantage, wird der CIO damit zum chief integration officer, der funktionierende Anwendungen im Geschäft skalieren und Ausgaben mit ihrem Wert verknüpfen muss.
Was ist Modell-Routing? Beim Modell-Routing wird jede KI-Anfrage dem Sprachmodell zugeordnet, dessen Fähigkeit für die jeweilige Aufgabe ausreicht. Falsch geroutete Anfragen landen bei einem leistungsfähigeren und teureren Modell als nötig; in der Accenture-Befragung betrifft das 54 Prozent der Anfragen. 86 Prozent der Unternehmen prüfen oder nutzen ein solches Routing.
Ein Drittel der Organisationen erschöpft nach einer Accenture-Befragung sein Token-Budget, bevor das Geschäftsjahr endet. Selbst für ihren größten KI-Anwendungsfall können nur 35 Prozent der Unternehmen die Kosten pro Geschäftsergebnis berechnen. Den übrigen Organisationen fehlt dafür eine bezifferte Zuordnung von Kosten und Ergebnis.
Nur 7 Prozent der Unternehmen rechnen KI-Kosten über ein Chargeback-Modell mit den Fachbereichen ab, während Showback dominiert. Dabei weist Showback die Kosten lediglich aus. Weniger als 20 Prozent der Token-Ausgaben lassen sich einem bezifferten Finanzergebnis zuordnen.
2025 gaben die erfassten Unternehmen rund 2,2 Milliarden Euro für KI-Tokens aus. Infrastruktur sowie Software-Entwicklung und -Wartung verursachen höhere KI-Kosten als Tokens. Der Tokenpreis bildet damit nur einen Teil der KI-Gesamtrechnung.
54 Prozent der KI-Anfragen werden an ein leistungsfähigeres und teureres Modell geroutet, als die Aufgabe erfordert. Nur rund 10 Prozent der Workloads benötigen tatsächlich Frontier-Fähigkeit. Solche Fehlzuordnungen heißen misrouted. Sie verteuern Anfragen, ohne dass die Aufgabe die zusätzliche Modellleistung erfordert.
Ein Modell-Routing ordnet jeder Anfrage das Modell zu, dessen Fähigkeit für die Aufgabe ausreicht. In der State-of-Tokenomics-Umfrage prüfen oder nutzen inzwischen 86 Prozent der Unternehmen ein solches Routing. Router-Nutzer sind viermal so häufig in der Lage, dem CFO Wert nachzuweisen.
Nach der Lünendonk-Studie verhandeln 70 Prozent der IT- und Sourcing-Verantwortlichen wegen des KI-Einsatzes bereits Abschläge auf Time-and-Material- oder FTE-basierte Vergütungsmodelle. 80 Prozent der Befragten passen ihre Verträge schrittweise an, um den Einsatz generativer KI explizit zu regeln.
90 Prozent der Befragten erwarten von ihren Dienstleistern konkrete KI-Vorschläge. Weil der Großteil der KI-Ausgaben außerhalb des IT-Budgets entsteht und Sourcing-Verträge auf Ergebnisse umgestellt werden, verlagert sich die Steuerung von der Preisverhandlung auf Buchungsort und Ergebnisverantwortung. Für 2027 läuft die Budgetsteuerung über Kostenstellen-Zuordnung, Chargeback und Modell-Routing.
Chargeback belastet die Fachbereiche direkt mit den KI-Kosten, die sie verursachen. Showback weist die Kosten aus, ohne sie zu verrechnen. Nur 7 Prozent der Unternehmen nutzen ein Chargeback-Modell.
Der erfasste Tokenverbrauch soll in den nächsten 24 Monaten um 78 Prozent wachsen. Ohne Optimierung steigt die aggregierte Token-Rechnung trotz erwarteten Preisverfalls auf rund 3,2 Milliarden Euro.
Der Tokenpreis ist nur ein Teil der KI-Gesamtrechnung. In der State-of-Tokenomics-Umfrage fordern 23 Prozent der Befragten mehr Transparenz und granulare Nutzungsdaten von Anbietern. Nur 4 Prozent verlangen niedrigere Preise.
Weiterlesen auf Digital Chiefs
Digital ChiefsMicrosoft: Deutschland ist EU-Spitze bei CyberangriffenDigital ChiefsWer darf entscheiden, wenn KI-Agenten arbeiten?Digital ChiefsCIOs sollten KI-Lernzeit fest in die Arbeitszeit einplanenMehr aus dem MBF Media Netzwerk
cloudmagazinDenodo: Datenlücke bremst KI in Behörden mybusinessfutureKeine Zeit für KI wird zum Personalrisiko securitytodayWenn gekaufte KI-Router Schadcode einschleusenBildquelle: KI-generiert (Oktober 2026)
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen