5G-Netzwerkinfrastruktur

Gartner: Weltmarkt für 5G-Netzwerkinfrastruktur wächst um 39 Prozent

Die Marktforscher von Gartner gehen davon aus, dass die weltweiten Umsätze mit 5G-Netzwerkinfrastruktur 2021 um fast 39 Prozent auf 19,1 Milliarden US-Dollar ansteigen werden. Grund dafür ist dafür laut den Analysten besonders die Nachfrage nach optimierten und ultraschnellen Breibandverbindungen durch die COVID-19-Pandemie.

Homeoffice beziehungsweise Remote Work haben die Nachfrage nach schnellen 4G- und 5G-Verbindungen pandemiebedingt stark in die Höhe getrieben. Während 4G oder LTE sowie 3G und 2G aber bereits auf dem absteigenden Ast sind, legt das bis zu 100-mal schnellere 5G, der Mobilfunkstandard der 5. Generation, deutlich zu. Und das zeigt sich auch in den Infrastrukturumsätzen. Gartner zufolge werden die weltweiten Umsätze mit 5G-Netzwerkinfrastuktur 2021 von 13.768 auf knapp 19.129 Milliarden Dollar, genau um 38,94 Prozent, nach oben gehen, die mit LTE-Infrastruktur dagegen um 14,9 Prozent schwinden. Insgesamt soll der Weltmarkt für Mobilfunk-Infrastruktur 2021 um rund 5,27 Prozent wachsen, 2022 nur noch um 2,11 Prozent.

Wireless-Infrastrukturumsätze weltweit (in Millionen US-Dollar)

Wireless-Infrastrukturumsätze
Quelle: Gartner (August 2021).

Reife Märkte geben das Tempo vor

Vor allem Kommunikationsdienstleiter in reifen Märkten wie den USA und Westeuropa beschleunigen die Entwicklung, so die Zahlen des amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner. „Die COVID-19-Pandemie hat die Nachfrage nach optimierten und ultraschnellen Breibandverbindungen in die Höhe getrieben“, sagt Michael Porowski, Senior Principal Research Analyst bei Gartner. Als Gründe dafür nennt er vermehrtes Videostreaming, Online-Gaming und Nutzen von Social-Media-Anwendungen.

Die Prognosen für die 5G-Infrastruktur im Jahr 2022 sehen ein globales Umsatzplus von 16,3 Prozent auf über 23,254 Milliarden Dollar vor, während die Umsätze mit LTE- und 4G-Infrastruktur um mehr als 16,8 Prozent einbrechen sollen.

Autonomes Fahren braucht mobile Breitbandverbindungen

Wenn Deutschland wahr macht, bis 2025 zur führenden Nation für autonomes Fahren zu werden und andere Länder nachziehen, wird eine 5G-Infrastruktur für ultraschnelle Breitbandverbindungen noch dringender gebraucht als bisher.

Nutzung von 5G
Die Nutzung von 5G in deutschen Städten könnte deutlich besser aussehen. Quelle: AdobeStock / Stockwerk-Fotodesign.

Die 5G-Ausstattung außerhalb der Städte und in großen Ballungsräumen lässt immer noch zu wünschen übrig. Dem IHK-Magazin Niedersächsische Wirtschaft zufolge weist der Anbieter mit der größten Abdeckung in Deutschland (Deutsche Telekom) darauf hin, dass rund 80 Prozent seiner Kunden schon 5G nutzen könnten.

Möglich mache das das Dynamic Spectrum Sharing, wobei LTE und 5G parallel im gleichen Frequenzband genutzt werden können.

Als Tochtergesellschaft der VINCI Energies hat die Axians unter anderem auf einem Hochhaus in Neu-Ulm gezeigt, dass 5G, LTE und 3G sich eine Infrastruktur teilen können. 5G benötigt eine sehr viel höhere Antennendichte. Mit Lösungen wie die von Axians und den dynamischen Teilen des Frequenzspektrums sind weit weniger neue Funkmasten nötig und wird der Traum oder Plan vom flächendeckenden autonomischen Fahren in Deutschland möglicherweise schneller Wirklichkeit, als von vielen Kritikern vorhergesagt.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Mr. Stock

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