15.09.2022
3 Min. Lesezeit

Die Digitalisierung ist der Motor für den Erfolg von Unternehmen und Daten sind sein Kraftstoff. Um auch zukünftig von diesem profitieren zu können, müssen Unternehmen die Möglichkeiten zur Monetarisierung ihrer Daten im Blick behalten. Digitale Transformation bedeutet zunächst nichts anderes als die Bereitstellung analoger Daten in digitaler Form, also einen technischen Prozess. Längst jedoch hat die Digitalisierung Auswirkungen auf Unternehmen, die weit darüber hinaus gehen. Es gibt kaum noch Geschäftsbereiche, die nicht von der digitalen Transformation profitieren, innovative Technologien verändern die Art und Weise, wie wir arbeiten, und ganze Produktions- und Geschäftsprozesse liegen in digitalisierter Form vor. Die Digitalisierung ist damit der Motor für den Erfolg von Unternehmen und die dabei anfallenden Daten sind der Kraftstoff, der diesen weiter vorantreibt. Die Herausforderung besteht heute darin, die enorme Menge dieser Daten zu überschauen. Nur um das zu veranschaulichen: 90 Prozent der weltweit verfügbaren Daten sind in den vergangenen zwei Jahren angefallen!

Kein Ende des Datenrauschs in Sicht

Wie also können Unternehmen diesen Datenschatz heben und für gewinnbringende Geschäftsmodelle nutzen? Denn ein Ende des Daten-Rauschs ist nicht in Sicht. Laut Vorhersagen wächst der Bestand an vernetzten IoT-Geräten weltweit bis 2025 auf 30,9 Milliarden Geräte an! Das bedeutet automatisch auch mehr Daten, genauer die 40-fache Menge bis 2025 im Vergleich zu 2017. Zukünftig wird es vor allem darauf ankommen, diese Daten effizient und sicher an diejenigen zu verteilen, sprich zu verkaufen, die eine Nutzanwendung daraus ziehen können. Basis hierfür ist ein auf der Blockchain-Technologie aufbauendes System. Daran arbeiten bereits erste Anbieter und positionieren sich so auf einem potenziell milliardenschweren Markt. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 IoT-Datenmarktplätze 3,8 Milliarden Euro einnehmen, bei einem Marktwert der gehandelten Datensätze von 3,09 Bio. Euro.

Vernetzte Datenökosysteme für neue Geschäftsmodelle

Doch natürlich bieten Daten über den direkten Verkauf hinaus noch weitere Mehrwerte, die sich in höheren Umsätzen und Gewinnen widerspiegeln. So können Unternehmen ihre gewonnenen Daten nutzen, um ganze Datenökosysteme aufzubauen, die über die Grenzen ihrer eigenen Branche hinausgehen und so eine übergreifende Plattform schaffen, die es ermöglicht, Services und Dienstleistungen außerhalb ihres angestammten Geschäftsbereichs anzubieten. Durch die Integration weiterer Daten von anderen Unternehmen und Diensten steigt der Wert einer solchen Plattform und damit auch das Monetarisierungspotenzial der eigenen Unternehmensdaten. Die für die Vernetzung notwendigen Technologien und Konzepte liegen dafür bereits vor, dem Austausch, der Verarbeitung und gemeinsamen Nutzung von Daten über Unternehmens-, Organisations- und Branchengrenzen hinweg steht damit nichts im Wege.

Fazit

Daten stellen heute den größten Schatz für Unternehmen dar. Die Herausforderung besteht darin, mit der Menge der vorhandenen Daten umzugehen und sie gewinnbringend einzusetzen. Dafür bieten sich ihnen mehrere Möglichkeiten, etwa der direkte Verkauf der Daten oder die Nutzung eines mit Daten anderer Akteure angereicherten Datenökosystems, um auf dessen Grundlage neue Services und Dienstleistungen anbieten zu können. Die technischen Voraussetzungen hierfür bestehen bereits, der Fokus muss jetzt auf der Etablierung gemeinsamer Standards liegen, um Daten in einheitlicher Form und unter Einhaltung der gesetzlichen Sicherheitsvorgaben nutzbar zu machen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / gopixa

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