01.12.2023
3 Min. Lesezeit

Nach der Hansestadt Hamburg hat das bayerische Franken den Zuschlag als Modellregion für Digital Health der dafür zuständigen gematik erhalten. Überzeugt hat unter anderem die “Monks – Ärzte im Netz GmbH“. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Seit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und anderen Neuerungen wie dem E-Rezept hat sich bei der Digitalisierung der Gesundheitsbranche schon einiges getan, weiterhin ist dabei aber noch viel Luft nach oben. Eine zentrale Organisation, die sich seit 2005 für die Digitalisierung im Gesundheitswesen einsetzt, ist die halbstaatliche gematik GmbH, die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH.

Diese hat nun Mittel-, Ober- und Unterfranken den Zuschlag zur zweiten Modellregion für digitale Gesundheit in Deutschland erteilt. Beworben hat sich dabei ein Konsortium aus der Bayern Innovativ GmbH im Bereich Gesundheit, dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg e.V. (EMN) und „Monks – Ärzte im Netz GmbH“.

„Auf ganzer Linie überzeugt“

Gematik-Geschäftsführer Dr. Markus Dieken begründet die Kür so: „Das Netzwerk hat auf ganzer Linie überzeugt – mit einem besonders starken Mix aus städtischer und ländlicher Versorgung, klaren konzeptionellen Rahmenbedingungen, einer top ausgestatteten innovativen Infrastruktur und einem hoch motivierten und bestens vernetzten Team“. Sein Unternehmen freue sich auf die Zusammenarbeit. „Denn wir brauchen genau diese engagierten Vorreiter, um die Digitalisierung im Gesundheitsbereich mit Elan anzutreiben.“

Die mitausgezeichnete Münchener Monks – Ärzte im Netz GmbH war aufgrund von Datenschutzbedenken kürzlich in die Kritik geraten, nachdem ein Sicherheitsexperte bei verschiedenen Gesundheitsapps der Firma Sicherheitslücken und mehrere Umsetzungsfehler entdeckt hat. Demnach war es möglich, dass Dritte sich unbefugt Zugang zu Gesundheitsdaten und Arzt-Patienten-Chats verschaffen konnten.

Über eine Passwort-Reset-Funktion soll vorübergehend auch die Identität der Ärzte in Gefahr gewesen sein. Sean Monk, Geschäftsführer der Monks – Ärzte im Netz GmbH, hat die Funktion aber dann für alle Ärzteverbände deaktiviert und durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ersetzt, heißt es.

Fazit

Gerade im Gesundheitswesen sind Vertraulichkeit der Daten und Wahrung der Identität der Beteiligten besonders wichtig, denn sonst könnte das schnell zu Missbrauch führen. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist daher geradezu Pflicht in sensiblen Bereichen. Das gehört zu den ganz klaren Empfehlungen von führenden IT-Dienstleistern wie Axians und ist klarer Bestandteil der Sicherheitsarchitektur von Microsoft sowie Internet- und Softwareanbietern. Franken als zweite Modellregion zeigt, dass es voran geht im Gesundheitswesen und die Ärzteschaft wie auch Patient:innen von der Digitalisierung profitieren, wenn die Unterstützung stimmt und die richtigen Rahmenbedingungen gesteckt sind.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Pravit

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