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Investitions-Monitor 2023: Diese Bereiche priorisieren Unternehmen

Angesichts global angespannter Marktlagen überlegen sich Unternehmen genau, in welche Bereiche sie 2023 investieren wollen. Eine Umfrage des Analysespezialisten techconsult unter 400 Verantwortlichen zeigt, welche IT-Ausgaben Unternehmen in diesem Jahr planen.

In welchen Bereichen planen deutsche Unternehmen Investitionen im Jahr 2023? Antworten auf diese Frage liefert der neue Investitions-Monitor des Analysespezialisten techconsult. Dazu wurden im Dezember 2022 rund 400 Unternehmensverantwortliche wie Geschäftsführende, IT- und Bereichsleiter sowie weitere führende IT-Mitarbeitende befragt. Die beteiligten Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden agieren dabei in den Branchen Handel, Industrie, Dienstleistungen, Banken/ Versicherungen und dem Gesundheitswesen. Einige Trends der vergangenen Jahre setzen sich auch im Jahr 2023 fort.

Investitionen in New Work, Cybersecurity und innovative Technologien

Die Umfrage zeigt, dass deutsche Unternehmen nach wie vor die Veränderungen durch New Work Konzepte im Blick haben und auch ihre Investitionen dahingehend ausrichten und einplanen. Demnach setzen rund die Hälfte der befragten Verantwortlichen Mittel für die Umgestaltung der eigenen Räumlichkeiten ein, um mehr kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen. Teil der Investitionen sind auch neue Cloud-Modelle, wobei rund ein Viertel auf die Private Cloud setzen, und Anstrengungen, die Digitalisierung in der Arbeitsumgebung voranzutreiben. Zusätzlich sind sie sich ihrer sozialer und ökologischer Verantwortung bewusst. Das Thema Nachhaltigkeit stellt daher für 45 Prozent der Befragten ein Ziel für ihre Investitionen dar.

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Die deutschen Unternehmen sind sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst (Quelle: Adobe stock / Arthon).

Auffällig ist, dass Unternehmen offensichtlich die Bedeutung des Faktors Mensch in Bezug auf die Cybersicherheit erkannt haben. Das zeigen die geplanten Ausgaben für die Aus- und Weiterbildung sowie weitere Schulungsmaßnahmen, um die Aufmerksamkeit der eigenen Mitarbeitenden in diesem Bereich zu erhöhen. Das soll dazu beitragen, Hackerangriffe bereits in einem frühen Stadium zu verhindern oder Ransomware zu erkennen. 37 Prozent der Befragten planen zudem zusätzliche Investitionen für regelmäßige, präventive Backup und Recovery-Maßnahmen, um die Auswirkungen von erfolgreichen Cyberattacken zu minimieren.

Technologiebereiche, die in diesem Jahr besonders gefördert werde, sind etwa innovative Data Analytics und Big Data Projekte mit jeweils 36 bzw. 35 Prozent der befragten Unternehmensverantwortlichen, die hier Ausgaben planen. Hinzukommen die Technologiefelder KI und Machine Learning mit 28 Prozent, Industrie 4.0 mit 25 Prozent und VR/AR Technologien mit 21 Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen

Handelsunternehmen reagieren auf die Auswirkungen der Krisen der letzten Jahre. 62 Prozent wollen daher Investitionen in ihr Schwachstellenmanagement erhöhen.

Zudem sehen sie vor allem den E-Commerce sowie die Optimierung ihrer Geschäftsprozesse mit 41 bzw. 30 Prozent als lohnende Ziele für Investitionen, zusätzlich planen 27 Prozent Ausgaben für das Marketing. Auffällig: Der Einzelhandel plant mit rund 62 Prozent die höchsten Investitionen im Bereich VR/AR Technologien.

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Der Einzelhandel plant die höchsten Investitionen im Bereich VR/AR Technologien (Quelle: Adobe stock / Monopoly919).

Auch 47 Prozent der Industrieunternehmen planen, durch Investitionen ihre Prozesse und Geschäftsabläufe zu verbessern. Zusätzlich haben 34 Prozent ihre Logistik im Blick. Auch der E-Commerce ist für die Industrie mit 28 Prozent ein wichtiges Ausgabenziel.

Die Weiterentwicklung sowie Erbringung der eigenen Services stellt für Unternehmen des Dienstleistungssektors mit 46 und 37 Prozent die größten Investitionsziele dar. Hinzu kommt hier das Personalmanagement mit 32 Prozent.

Die Überwachung und das Monitoring der eigenen Geschäftsabläufe sowie die Optimierung von Transaktionsprozessen haben für Banken und Versicherungen mit 46 Prozent die höchste Priorität. Dahinter folgen mit 38 Prozent Ausgaben für die Bereiche Kundenbetreuung, Konto- und Depotführung sowie Risikomanagement und Überwachung kritischer Prozesse.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Parradee

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