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Was Blackouts wirklich bedeuten und wie sich IT- und Telekommunikationsunternehmen darauf vorbereiten sollten

Das Schreckensszenario eines flächendeckenden Stromausfalls ist derzeit bedingt durch die Energiekrise in aller Munde. Wie wahrscheinlich ist das und was sollten Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche tun, um sich vorzubereiten?

Ohne Elektrizität funktioniert in unserer modernen Gesellschaft nichts. Alle Bereiche der Infrastruktur, von Verkehr, alltäglicher Versorgung bis hin zu kritischen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Klärwerken oder Atomkraftwerken, benötigen Strom, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Ein flächendeckender Ausfall der Netzwerke hierzulande, der vielzitierte Blackout, hätte dementsprechend weitreichende und verheerende Folgen. Bereits in den ersten Minuten nach einem solchen Ereignis würden die Kommunikationsnetze sowie Ampel- und Bahnanlagen nicht mehr funktionieren, das öffentliche Leben käme buchstäblich zum Stillstand. Einrichtungen der kritischen Infrastruktur arbeiten hingegen für mindestens 48 Stunden weiter, versorgt durch Notstromaggregate. Netzbetreibern und Hilfskräften wie der Feuerwehr oder dem THW bleibt also nur diese Zeitspanne, um die Stromversorgung wiederherzustellen und die Auswirkungen des Ausfalls gering zu halten.

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Angesichts der derzeitigen Energiekrise ist auch das Schreckensszenario Blackout vermehrt in das Bewusstsein von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gerückt. Fachleute verweisen allerdings darauf, dass ein flächendeckender Stromausfall derzeit nicht mehr oder weniger wahrscheinlich ist als sonst.

Gleichwohl ist die Bedrohung der Stromnetze und ihrer Betreiber durch Attacken von Cyberkriminellen, auch in Zuge des Ukraine-Krieges, gestiegen, darauf verweist auch das BSI. Durch die enge Vernetzung der Stromversorgung innerhalb Europas lassen sich lokale Versorgungsengpässe allerdings abfedern.

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Die Bedrohung der Stromnetze und ihrer Betreiber durch Attacken von Cyberkriminellen ist gestiegen (Quelle: Adobe stock / metamorworks).

Zusätzlich verfügen die Netzbetreiber über Notfallpläne, die zwar auch das Abstellen des Stroms, den sogenannten Lastabwurf, in bestimmten Gebieten vorsehen, dies allerdings nur zeitweise und nach vorheriger Ankündigung, wodurch die Auswirkungen gering bleiben sollen. Und dieses Szenario ist dabei bereits der Worst Case.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wenngleich wenig wahrscheinlich, sollten sich öffentliche Einrichtungen und Unternehmen dennoch vorbereiten, um für den Fall eines Blackouts gewappnet zu sein. Gerade der Telekommunikations- und IT-Branche kommt dabei die große Verantwortung zu, ihre Dienste auch während eines Stromausfalls bereitzustellen. Um etwa den Verlust einzelner Netzelemente zu verhindern, sollten diese über zwei unabhängige Anschlüsse und über verschiedene Sicherungen mit dem Stromnetz verbunden sein. Für einen Stromausfall sollten sie zusätzlich mit Backupbatterien ausgestattet sein, um den Betrieb bis zur Wiederherstellung der Versorgung zu gewährleisten. So lassen sich die Folgen vorübergehender und lokal begrenzter Ausfälle reduzieren. Erfahrene Experten wie Axians unterstützen Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche dabei, die unterbrechungsfreie Stromversorgung ihres Netzwerks sicherzustellen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Jacqueline Weber

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