Teams 2.0 für Desktops verspricht wesentliche Leistungsverbesserungen

Microsoft hat mit Teams 2.0 eine neue Version der Desktop-Anwendungen für PC und Mac vorgestellt, die weit weniger Systemressourcen verbrauchen soll und es erlaubt, fast doppelt so schnell als bisher zwischen Chats und Kanälen zu wechseln. Und auch KI ist mit an Bord.

280 Millionen User weltweit können sich auf ein neues Teams-Erlebnis freuen. Anfang des Jahres bereits in einer Vorabversion vorgestellt, hat Microsoft nun zunächst explizit für Kunden aus dem Bildungsumfeld die allgemeine Verfügbarkeit der neuen Teams-App für PC und Mac bekanntgegeben und die ersten Previews verschickt. Die Vorschauversion soll bis zu zweimal schneller sein und 50 Prozent weniger Arbeitsspeicher verbrauchen. Die Verbesserungen führt Microsoft maßgeblich auf die Umstellung auf das React-Framework und die Edge-Webview2-Laufzeitumgebung zurück.

So wie die klassische Version soll auch Teams 2.0 vollumfänglich Add-ons, die Integration von Drittanbieter-Software sowie Anruf- und erweiterte Meeting-Funktionalitäten bieten. Als Grundlage für KI-Erfahrungen der nächsten Generation ist ein neuartiger Microsoft Copilot integriert, der hilft, den Überblick über alle Aufgaben zu behalten.

Microsoft hat mit Teams 2.0 einen signifikanten Schritt in Richtung Optimierung und Intelligenz gemacht (Quelle:Adobe/PixieMe).

Durch eine Analyse von Chatverläufen hebt die Funktion wichtige Punkte, Aktionselemente und Entscheidungen hervor, sodass das lange Scrollen durch Gesprächsfäden entfällt. Unternehmen profitieren dadurch von deutlich effizienteren Prozessen, beschleunigten Arbeitsabläufen und freiwerdenden Ressourcen.

Der Copilot ist laut der Ankündigung in der Lage, mitten im Teams-Meeting in Echtzeit die wichtigsten Diskussionspunkte zusammenzufassen, zu nennen, wer was gesagt hat und Aktionspunkte wie etwa Gegenargumente vorzuschlagen. Dabei kommt Microsoft Graph zum Tragen. Die Anwendung erlaubt den Zugriff auf Daten, die in Microsoft-365-Diensten gespeichert sind, um benutzerspezifisch Verbindungen zwischen den Daten und einzelnen Applikationen herstellen zu können und so die Produktivität zu steigern. So lassen sich damit Informationen finden und verwenden, die in bestimmten Dokumenten, Präsentationen, E-Mails oder Kalendereinträgen verborgen sind. Die neue Teams-Desktop-Version ist für alle Abonnenten von Office und Microsoft 365 verfügbar. Die User können manuell zur neuen Version wechseln, was die Implementierung der Neuerung für IT-Verantwortliche deutlich vereinfacht. Führungskräfte sollten aber ihre Mitarbeitenden rechtzeitig informieren und ihnen die Angst vor der neuen Umgebung nehmen.

Fazit: Microsoft hat mit Teams 2.0 einen signifikanten Schritt in Richtung Optimierung und Intelligenz gemacht. Die neue Version verspricht nicht nur verbesserte Geschwindigkeit und Effizienz, sondern auch fortschrittliche KI-Funktionen durch den Microsoft Copilot. Dieser ermöglicht es, Meetings effektiver zu gestalten und die Produktivität zu steigern. Insbesondere für die breite Masse von 280 Millionen Nutzenden sind die Neuerungen ein deutlicher Mehrwert. Dabei ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeitenden auf den Umstieg vorbereiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und mögliche Bedenken zu zerstreuen. Die Frage ist allerdings, ob und inwiefern sich gerade die KI-Komponente des neuen Teams steuern lässt, um diese im Zweifel im Sinne des Datenschutzes und der DSGVO abschalten zu können.

Quelle Titelbild: Adobe / wichayada

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