09.07.2024
3 Min. Lesezeit

Von Smart bis Precision Farming über intelligente GPS-Lösungen bis hin zu KI – die Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland stehen der Digitalisierung sehr aufgeschlossen gegenüber. Das beweist einmal mehr eine Umfrage von Bitkom in Zusammenarbeit mit der DLG zum Thema KI in der Landwirtschaft.

11 Milliarden. Auf diese gigantische Zahl wird die Weltbevölkerung laut Prognosen bis zum Ende des Jahrhunderts ansteigen. Auf die Landwirtschaft kommt damit eine enorme Herausforderung zu, schließlich müssen all diese Menschen ernährt werden. Und das gleichzeitig möglichst nachhaltig und klimaschonend. Denn schon heute ist die globale Landwirtschaft für einen großen Anteil des Ausstoßes von klimaschädlichen Emissionen, Flächenverbrauch, Umwelt- und Wasserverschmutzung verantwortlich.

Die Lösung liegt in der Digitalisierung. Ansätze wie Smart oder Precision Farming sind vielerorts schon längst über den Projektstatus hinaus und flächendeckend im Einsatz, wie Digital Chiefs berichtet. Auch über KI denken viele Landwirtinnen und Landwirte nach und viele planen, die Technologie für sich zu nutzen. Das zeigt eine neue Umfrage des Branchenverbands Bitkom.

Große Betriebe als Vorreiter

Demnach zeigen sich vor allem große Betriebe aufgeschlossen gegenüber KI. Ab einer Größe von 99 ha planen oder diskutieren bereits über die Hälfte (52 Prozent) den Einsatz von KI. Im Bereich von 50-99 ha sind es immer noch fast zwei Fünftel (38 Prozent). Kleinere Höfe mit 20-49 ha planen hingegen erst zu rund einem Viertel (27 Prozent) den Einsatz der Technologie. An der repräsentativen Umfrage, die von Bitkom gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt worden ist, haben sich 500 Betriebe beteiligt.

Besonders für präzise Klima- und Wettervorhersagen kommt KI heute schon zum Einsatz. Auch in den Bereichen Marktanalyse, für Preisvorhersagen, die Ernte- oder Produktionsplanung sowie für Ertragsprognosen nutzen Landwirtinnen und Landwirte KI bereits. Rund 40 Prozent erhoffen sich zudem Erleichterungen bei der Büroarbeit. Fast 80 Prozent sehen in der Digitalisierung und KI entsprechend große Chancen für ihre Betriebe. Insbesondere haben sie dabei Vorteile wie Zeitersparnis (69 Prozent), gesteigerte Effizienz (61 Prozent) und körperliche Entlastung (57 Prozent) im Bick.

KI für weniger Pestizide und höheren Erträge

Zusätzlich erhoffen sich 91 Prozent der Befragten durch den Einsatz von KI und digitalen Technologien einen präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngern. Das reduziert einerseits die Kosten und schützt andererseits die Umwelt. Herausforderungen sehen viele allerdings beim Thema Datenschutz oder den hohen Investitionskosten. Auch der nach wie vor stockende Ausbau von 5G-Kapazitäten, besonders in der Fläche, hemmt den Einsatz digitaler Lösungen und KI.

In einem Pilotprojekt in Franken kommt daher ein 5G Campusnetz, wie auch Axians sie für den industriellen Kontext anbietet, zum Einsatz. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) nutzen dabei Drohnen und Bildaufnahmen, um KI-gestützte Prognosen über den Ernteertrag von Obstbäumen zu treffen. Über ein 5G-Campusnetz werden die erhobenen Daten direkt von der Plantage in das System eingespeist und so die KI in Echtzeit trainiert.

Zuverlässige Konnektivität der Schlüssel für KI-Einsatz

Die Landwirtschaft ist beim Thema Digitalisierung und KI vielfach schon weiter als andere Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Um die Lebensmittelproduktion effizienter zu gestalten, dabei Kosten zu senken und die Umwelt zu schützen, setzen immer mehr Betriebe auf KI. Sie wünschen sich dabei mehr Unterstützung von Seiten der Politik, sowohl im Hinblick auf Rahmenbedingungen für Investitionen als auch bei den Anstrengungen für eine flächendeckende Versorgung mit 5G.

In diesem Bereich treibt Axians mit hoher Geschwindigkeit den Ausbau der 5G-Konnektivität in Deutschland voran. Dabei kommen in der Industrie 5G-Campusnetze zum Einsatz, aber auch die Fans der Fußballeuropameisterschaft 2024 profitieren von den zuverlässigen Mobilfunklösungen von Axians.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / hakule

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