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AR in der Fertigungsindustrie: Wie innovative Software für optimierte Prozesse sorgt

Die Absortierung von Fertigungsteilen in der Fertigungsindustrie ist eine langwierige und fehleranfällige Aufgabe. Durch den Einsatz von Augmented Reality in Verbindung mit KI basierter Software lässt sich dieser Prozess erheblich beschleunigen und verbessern, das zeigt die Innovation des Fraunhofer IDG.

Augmented Reality, kurz AR, entführt Nutzende anders als die Virtual Reality, kurz VR, nicht gänzlich in eine virtuelle, allein digital abgebildete Welt. Stattdessen bedeutet AR die Verbindung der realen Welt mit digitalen Elementen – hin zur erweiterten Realität, die mittels AR-Brillen erlebbar wird. Dadurch eignet sich AR perfekt für den Einsatz in der Industrie und ist hier eine bereits im Einsatz befindliche und erprobte technische Neuerung, die entscheidend zur Optimierung von Prozessen beiträgt. Das Potential der Technologie zeigt sich in einer spannenden Innovation, die das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IDG aus Darmstadt vorgestellt hat.

KI-basierte Absortierung und Qualitätskontrolle

Im Rahmen eines Pilotprojekts, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 100.000 Euro gefördert worden ist, entwickelte das Fraunhofer IDG eine Software, welche ausgespielt über eine AR-Brille den Absortierprozess an Fertigungsstraßen sowie die qualitative Endkontrolle von Teilen unterstützt.

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Quelle: Adobe Stock /( zapp2photo

Hierzu bildet die Software Fertigungsstücke in verschiedenen Farben ab, die anzeigen, zu welchem Kunden diese jeweils gehören. Und das ist besonders für die Automobilindustrie und ihre zahlreichen Zulieferer interessant. Mitarbeitende an der Fertigungsstraße werden damit entlastet und müssen die ausgestanzten Objekte nicht mehr mit Bildern auf einem externen Bildschirm abgleichen. Bei einer falsch durchgeführten Aktion sendet das Programm zudem automatisch eine Warnmeldung aus.

Die Anwendung arbeitet dafür auf der Basis einer Künstlichen Intelligenz, die wiederum anhand von synthetischen Daten in Form von 3D-Grafiken lernt, welche Teile an welchen Platz gehören. Andere Softwareprodukte sind dabei noch auf reale Fotografien angewiesen, was den Lernprozess der KI erheblich verlängert.

Neue Augmented Reality-Software als Schritt auf dem Weg zur Vollautomatisierung

Doch nicht nur die Absortierung wird durch den Einsatz der AR-Software mit dem Namen Arrangebeschleunigt und erleichtert, gleichzeitig erkennt das Programm automatisch, ob die fertigen Stücke qualitative Mängel aufweisen. Hierbei zeigt die Anwendung bei der Überlagerung des realen Teils mit der virtuellen 3D-Grafik direkt an, ob Fehler vorliegen. Beide Funktionen der Software erlauben so die drastische Reduzierung von Kosten und Aufwänden der jeweiligen Fertigungsbetriebe.

Das Forschungsprojekt des Fraunhofer IDG hat neben dieser Software weitere Innovationen hervorgebracht. So erlaubt die Anwendung Marquis auch die Analyse komplexerer Objekte, etwa von multidimensionalen Teilen oder flexiblen Fertigungsstücken. Ziel ist es langfristig, die betreffenden Prozesse in der Fertigungsindustrie durch die Verbindung der Softwareanwendungen mit Elementen der Robotik zukünftig sogar vollautomatisiert durchzuführen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Blue Planet Studio

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