esim_digital_chiefs

Die eSIM wird zum Markttreiber für das IoT

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die eSIM ihr volles Potenzial entfalten würde. Nun feiert sie ihren Siegeszug und beflügelt auch das Internet of Things (IOT). Das „e“ steht für „embedded“ und bezeichnet einen fest auf der Platine im Endgerät verbauten Chip. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen SIM wird die eSIM nicht ausgetauscht, sondern remote aus der Ferne aktualisiert. So lässt sich ein Betreiberprofil per Mausklick im Zero-Touch-Verfahren ändern. Das Warten auf die Lieferung einer neuen SIM-Karte gehört damit der Vergangenheit an. Auch das bisher umständliche Hantieren mit einer Wechselschublade entfällt. Ein weiteres Plus: die Karte ist mit 6 mm x 5 mm deutlich kleiner. Damit erschließen sich völlig neue Geräteklassen.

Die eSIM hat einen eigenen Prozessor, der auch unterschiedliche Betreiberprofile gleichzeitig speichern kann. Damit ist sie nicht nur für Consumer-Geräte wie Smartphones oder Smartwatches interessant, sondern zunehmend auch für industrielle Vernetzungsprozesse.

Für global agierende Unternehmen liegen die Vorteile auf der Hand: Die eSIM bietet erhebliche Kosteneinsparungen. Mitarbeiter:innen können regional stets die besten und kostengünstigsten Tarife zugewiesen werden und die

Die eSIM bietet erhebliche Kosteneinsparungen für global agierende Unternehmen (Quelle: Adobe stock / shendart).

Verwaltung von SIM-Kartenbeständen wird vereinfacht. Dies ist heute absolut sinnvoll, da Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen, Kunden und Geschäftspartner:innen ihm Rahmen ihrer Digital-First-Infrastrukturen möglichst nahtlose Interaktionen bieten möchten, um optimale Produktivität und Unternehmenswachstum sicherzustellen.

Explodierende Verkaufszahlen deuten darauf hin, dass wir in eine neue Ära der eSIM eintreten. Die eSIM-Technologie ermöglicht eine vollständige End-to-End-Digitalisierung. Zusammen mit zahlreichen anderen Vorteilen wie umweltfreundlicheren Lieferketten verändert sie derzeit das digitale IoT Ökosystem vollständig. Die eSIM vereinfacht die globale Bereitstellung und mobile Machine-to-Machine Anwendungen erheblich. Die stetig wachsende Anzahl von Geräten, kostengünstigen Sensoren und Systemen treibt das schnelle Wachstum des IoT-Ökosystems nahezu in jeder Branche voran. Versorgungsunternehmen, die Automobilindustrie, das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft und die Fertigung nutzen die Leistungsfähigkeit des IoT, um Dienstleistungen zu verbessern, Abläufe zu transformieren und die Effizienz zu steigern.

Ebenfalls wichtig für den erfolgreichen Einsatz der eSIM ist das Thema Sicherheit. Da sich IoT-Anwendungsfälle erweitern, muss die Branche Initiativen zur Verbesserung der Interoperabilität und des Vertrauens priorisieren. Dazu gehören laufende Arbeiten zur Unterstützung eines konsistenten Remote-Ladens von Abonnements auf eSIMs für alle eingesetzten Geräte (unabhängig vom SIM-Anbieter), die Optimierung der eSIM zur Erfüllung spezifischer IoT-Anforderungen, wie z. B. Geräte mit begrenzten Netzwerk- oder Benutzerschnittstellen, und die Positionierung der eSIM als Hardware-Vertrauensbasis zum Schutz von IoT-Daten, sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung zum IoT-Cloud-Backend.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / SergeyBitos

Diesen Beitrag teilen:

Weitere Beiträge

Die neue „Schlüssel“-Technologie? Unternehmen auf der Suche nach einer Passwort-Alternative

Eine echte, praktikable Alternative für das herkömmliche Passwort zu finden, war lange Jahre das Ziel ... »

02.12.2022 | Redaktion Digital Chiefs

IT-Unternehmen holen in Sachen Diversity & Inklusion auf

Arbeitnehmer legen immer mehr Wert auf Diversity und Equal Pay, auch Bewerber:innen verlangen nach diesen ... »

01.12.2022 | Redaktion Digital Chiefs