Deloitte: 14 Prozent der Firmen liefern ihr Sparziel voll
Tobias Massow
4 Min. Lesezeit Drei von vier Konzernen verkünden ihre Sparziele vor Investoren. Nur 14 Prozent haben ...
Christian Klein verspricht mehr als 400 KI-Agenten für schwere Geschäftsprozesse. Dieselben Fälle verlangt er in der Cloud und auf S/4HANA, der aktuellen ERP-Generation von SAP. 60 Prozent der installierten Basis stehen nach seiner Aussage dort noch nicht.
Das Wichtigste in Kürze
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Christian Klein, Vorstandsvorsitzender der SAP, trat am 8. September 2026 auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference in San Francisco auf. Gesprächspartner war der Analyst Mohammed Moawalla von Goldman Sachs International. Larry Dignan von Constellation Research dokumentierte die Kernaussagen zwei Tage später.
Klein richtet die ausgelieferten Agenten auf schwere Geschäftsprobleme. Leichte Aufgaben überlässt er beliebigen Sprachmodellen. Unabhängige Agenten sollen etwa Lieferketten- und Vertriebsdaten für Finanzprognosen auswerten. Auf der Bühne formulierte er das Ziel so: Die Agenten führen das Geschäft, die Menschen konzentrieren sich auf das, was zählt.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 hat Klein mehr als 400 KI-Agenten und eine neue Business-KI-Plattform zugesagt. Dazu kommen 50 KI-Assistenten. Bloomberg berichtete diese Mengen am 13. September 2026.
Die 400 bleiben ein Versprechen der Konzernspitze. Eine ausgelieferte Stückliste liegt nicht vor.
Für SAP entsteht damit ein zweifacher Zeitplan: Die Agenten müssen technisch belastbar werden, während Kunden ihre ERP-Landschaften modernisieren. Der Zugang zu den angekündigten Funktionen hängt damit auch vom Fortschritt der Kunden beim Cloud-Wechsel ab.
Klein sagt, diese KI-Fälle verlangen den Wechsel in die Cloud und auf S/4HANA. S/4HANA ist die aktuelle ERP-Generation von SAP, in der Finanzbuch, Einkauf, Fertigung und Personal auf einer gemeinsamen Datenbasis laufen. Ohne diesen Umzug bleiben die zugesagten Agenten außerhalb der bestehenden Installation.
60 Prozent der installierten Basis seien noch nicht in der Cloud, sagte Klein auf der Konferenz. Constellation Research zitiert den Satz wörtlich. Der Engpass ist der Stand der Migration. Die Stückzahl der Agenten kommt danach.
SAP unterscheidet auf der Produktseite Joule Agents und Joule Assistants. Agenten automatisieren Workflows. Assistenten nehmen eine Absicht auf und orchestrieren mehrere Agenten. Der AI Agent Hub soll Entdeckung, Einsatz und Steuerung bündeln. Diese Trennung ändert nichts an der Cloud-Voraussetzung, die Klein selbst setzt.
| Größe | Angabe | Stand der Aussage |
|---|---|---|
| KI-Agenten zweite Jahreshälfte | mehr als 400 | Managementversprechen, Bloomberg 13.09.2026 |
| KI-Assistenten zweite Jahreshälfte | 50 | Managementversprechen, Bloomberg 13.09.2026 |
| Joule Work, Kunden | 150 | Klein, Constellation Research 10.09.2026 |
| Installierte Basis ohne Cloud | 60 Prozent | Klein, Constellation Research 10.09.2026 |
Quelle: Christian Klein auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference am 8. September 2026, dokumentiert von Constellation Research am 10. September 2026. Die Mengenangaben 50 Assistenten und mehr als 400 Agenten stammen aus der Bloomberg-Berichterstattung vom 13. September 2026.
Klein räumt Verspätung ein. Die Plattform hätte Anfang 2026 ausgeliefert werden können. Er hält die allgemeine Verfügbarkeit zurück, bis SAP den gesamten Lebenszyklus steuert, die Agenten genauer arbeiten und die Governance bei SAP liegt. Kunden wollten keinen eigenen Wildwuchs an Agenten, sagte er.
SAP, Partner und von Kunden gebaute Agenten sollen auf der neuen Plattform verwaltet werden. Klein nennt das einen Differenzierer. Joule Studio bleibt nach seiner Aussage modellagnostisch. Das Unternehmen will mehrere Sprachmodelle nutzen, sobald Steuerung und Genauigkeit belegt sind.
Kunden fragen Klein, ob ein Agent Lese-, Änderungs- oder Schreibrechte hat. Vorgaben wie FedRAMP in den USA und deutsche Compliance-Pflichten versteht das ERP. Ein selbst gebauter Agent versteht sie nach Kleins Darstellung nicht. Wer Agenten außerhalb der SAP-Plattform orchestriert, übernimmt diese Rechtefrage selbst.
Joule Work spielt nach Klein eine große Rolle und hat bisher 150 Kunden. Joule Work ist der Arbeitsplatz, in dem Nutzer eine Absicht formulieren und Agenten über Systeme hinweg ausführen. 150 Kunden sind eine laufende Nutzung.
Die Zahl der Joule-Work-Kunden beschreibt die Nutzung dieses Produkts. Sie ist nicht mit dem Anteil der gesamten installierten SAP-Basis in der Cloud gleichzusetzen.
Am 13. Mai 2026 hatte Klein auf der Sapphire die SAP Business AI Platform und das Bild des Autonomous Enterprise vorgestellt. Knowledge Graph und Domain Models sollen Agenten durch Prozesse und Datenfelder führen. Der September-Auftritt ändert die Lage: Die Plattform aus dem Frühjahr bleibt angekündigt, die allgemeine Verfügbarkeit bewusst offen.
Die Plattform soll auch Daten außerhalb von SAP anbinden. Für Bestandskunden bleibt daneben die von Klein genannte Cloud-Voraussetzung bestehen: Eine Anbindung zusätzlicher Daten ersetzt die Migration des ERP-Systems nicht.
Bloomberg berichtete am 13. September 2026, gestützt auf mit den Gesprächen vertraute Personen, Mitglieder des Aufsichtsrats erwarteten in den kommenden Monaten einen KI-Durchbruch. Sonst falle SAP schmerzhaft hinter den Wettbewerb zurück. Optimisten sprechen von zwei Jahren, andere von einem Jahr. Das ist keine IR-Meldung und kein gefasster Beschluss.
Klein weist die These zurück, SAP liege hinter dem Feld. Das Mengenversprechen und der GA-Stopp stehen trotzdem nebeneinander. SAP verbindet die Ankündigung vieler Agenten mit Bedingungen für deren breiten Einsatz.
Was ist S/4HANA? S/4HANA ist die aktuelle ERP-Generation von SAP. Finanzbuch, Einkauf, Fertigung und Personal laufen auf einer gemeinsamen Datenbasis. Christian Klein koppelt die zugesagten KI-Agenten an den Betrieb in der Cloud auf dieser Generation.
Christian Klein koppelt diese KI-Fälle an den Wechsel in die Cloud und auf S/4HANA. 60 Prozent der installierten Basis stehen nach seiner Aussage noch nicht in der Cloud. Ohne diesen Umzug bleibt das Mengenversprechen außerhalb der laufenden Systeme.
Klein sagt, die Plattform hätte Anfang 2026 ausgeliefert werden können. Er hält die allgemeine Verfügbarkeit zurück, bis SAP den Lebenszyklus steuert, die Agenten genauer arbeiten und die Governance bei SAP liegt. Kunden wollten keinen eigenen Wildwuchs an Agenten.
Klein nennt für die zweite Jahreshälfte mehr als 400 Agenten plus eine neue Business-KI-Plattform. Das ist ein Versprechen der Konzernspitze. Joule Work hat nach Klein 150 Kunden.
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Bildquelle: KI-generiert (September 2026)
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