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Wie Unternehmen durch Energieproduktion für den Eigenbedarf profitieren

Es gibt Gründe genug für Unternehmen, ihren eigenen Strom aus nachhaltigen Quellen zu produzieren. Ihre ungenutzten Flächen bieten dafür die perfekten Voraussetzungen.

Seit dem Beginn der Energiekrise im vergangenen Jahr sind viele Unternehmen, allen voran energieintensive Betriebe wie die Stahl- und Chemieindustrie, dazu gezwungen, ihren Energieverbrauch zu senken und kostengünstigere Alternativen zu finden. Zusätzlich hat auch die Wirtschaft ihre Verantwortung erkannt, auf erneuerbare Energien zu setzen, um so die Umwelt und damit die Grundlage für den eigenen Erfolg in der Zukunft zu schützen.

Eine Möglichkeit, beiden Herausforderungen zu begegnen, stellt die Produktion von Strom für den energetischen Eigenbedarf durch Photovoltaikanlagen dar. In Deutschland haben mittlerweile einige Bundesländer sogar eine Solarpflicht für gewerbliche Neubauten und teilweise auch für modernisierte Gebäude beschlossen, um das große Potential der rund 4 bis 5 Millionen Nichtwohngebäude hierzulande zu nutzen.

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Die Produktion von Strom für den energetischen Eigenbedarf durch Photovoltaikanlagen ist eine Möglichkeit der Energiekrise zu begegnen (Quelle: Adobe stock / Joaquin Corbalan).

Auch in anderen Ländern engagieren sich Unternehmen in diesem Bereich, wie The Agility Effect berichtet.

Französische Unternehmen als Vorreiter

Demnach nutzen in Frankreich bereits einige Betriebe ihre nahezu perfekten Voraussetzungen für die Erzeugung von umweltfreundlicher Energie aus Sonnenkraft. Schließlich verfügen die meisten Unternehmen über große Produktionshallen, Logistikzentren oder Bürogebäude, deren Flachdächer sich, gepaart mit dem warmen Klima bei unseren westlichen Nachbarn, perfekt für Photovoltaikanlagen eignen. So produziert etwa der Bio-Lebensmitteleinzelhändler Biocoop bereits seit 2015 auf einer Fläche von 2000 m2 am Standort in Melesse in der Bretagne seinen eigenen Strom und deckt damit etwa 15 Prozent des eigenen Bedarfs vor Ort. Auch die Obstanbau-Genossenschaft Cooplim im südfranzösischen Departement Corrèze nutzt die zahlreichen Sonnenstunden durch ihre 10.000 m2 große Photovoltaikanlage, die größte ihrer Art in Frankreich. Sie liefert rund ein Viertel des Strombedarfs.

Bahnkonzerne sehen ihr großes Potential

Ein weiteres Unternehmen, welches aufgrund seiner Infrastruktur großes Potential in Bezug auf die Produktion von Solarstrom hat, und gleichzeitig ein wahrer Energiefresser ist, ist der staatliche französische Bahnkonzern SNCF. Als größter industrieller Stromverbraucher des Landes will dieser die großen Dachflächen seiner Bahnhöfe und Werkzeughallen nutzen und bis 2030 auf 1,1 Millionen Quadratmetern Photovoltaikanlagen installieren!

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Die Deutsche Bahn plant, dass bis 2038 alle Züge mit Ökostrom fahren sollen (Quelle: Adobe stock / aicandy).

Auch die Deutsche Bahn ist auf diesem Gebiet engagiert. Bis 2038 sollen alle Züge mit Ökostrom fahren und auch die DB plant, ihre Gebäude dazu mit Solarmodulen zu bestücken. Ein Pilotprojekt testet derzeit zudem Photovoltaikanlagen zwischen den Schienen auf den Schwellen. So können auch diese bereits bebauten Flächen zu einer nachhaltigen Energieproduktion beitragen.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Lars

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