30.05.2025

Einer internationalen Umfrage des Monitoring-Spezialisten Checkmk zufolge sehen sich IT-Fachkräfte zunehmend unter Druck. Zu schaffen macht ihnen vor allem die wachsende IT-Komplexität der Systeme sowie der anhaltende Personalmangel.

IT-Verantwortliche sehen sich einem großen Druck ausgesetzt, Innovation und Modernisierung der verantworteten Infrastrukturen voranzutreiben. Sie fühlen sich dabei von der wachsenden Komplexität der eingesetzten Systeme und dem anhaltenden Fachkräftemangel gebremst. Das zeigt die internationale Umfrage „Rising to the Challenge“ des Monitoring-Anbieters Checkmk.

Der Umfrage mit 192 Beteiligten aus 27 Ländern zufolge bezeichnen 61 Prozent der befragten IT-Fachkräfte die zunehmende IT-Komplexität mittlerweile als größte Herausforderung in ihrem beruflichen Alltag.

Zunehmend fehlt es am Überblick

Denn die Verknüpfung der verschiedensten Technologien – von Cloud-Diensten über Container-Lösungen bis hin zu Serverless-Architekturen – erschwere nicht nur den Überblick darüber, sondern auch das Management und die Sicherheit der Systeme, wie IT-Business berichtet. Folglich können 83 Prozent der Befragten dem Tempo technologischer Innovation nach eigenem Bekunden kaum noch folgen, 80 Prozent kämpfen mit immer komplexeren Aufgaben. Dabei hecheln sie oft nur Ad-hoc-Lösungen hinterher, die bei 59 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen als kurzfristige Maßnahmen wieder neue Herausforderungen mit sich bringen.

83 % der IT-Fachkräfte kämpfen laut Studie damit, mit dem Innovationstempo Schritt zu halten – Ad-hoc-Lösungen verschärfen oft die Probleme. Bildquelle: Adobe Stock/ Anton Gvozdikov

94 Prozent von ihnen müssen sich in den kommenden zwölf Monaten nach eigenen Aussagen neue Fähigkeiten aneignen, und jede/r Zweite klagt wegen der knappen Personalressourcen über mehr Aufgaben als zuvor.

KI spielt bei Monitoring kaum eine Rolle

AI Kugel in Hand
Nur 40 % sehen in KI eine echte Hilfe – deutlich mehr (94 %) setzen auf klassisches Monitoring, um Systemstabilität und Servicequalität zu sichern. Bildquelle: Adobe Stock/ lucegrafiar

Entlastung durch künstliche Intelligenz sehen die Befragten nur in begrenztem Umfang. Lediglich 40 Prozent von ihnen gehen davon aus, dass KI im Alltag eine messbare Stütze sein wird. Beim IT-Monitoring spielt KI als Schlusslicht nur eine untergeordnete Rolle.

Dabei würden Monitoring-Lösungen der Studie zufolge an Bedeutung gewinnen. 94 Prozent der Befragten sehen systematisches Monitoring der IT-Infrastruktur als unverzichtbar, um Ausfälle schneller beheben und hohe Service Levels bewahren zu können.

Im Fokus stehen klassische Monitoring-Ansätze wie Log-Management (72 Prozent), Application Performance Management (64 Prozent) und Full-Stack Observability (60 Prozent). Viele der Befragten sehen in der aktuellen Lage die Innovationsfähigkeit ihrer jeweiligen Unternehmen in Gefahr. Erschwerend kommt dabei der von fast der Hälfte (49 Prozent) beklagte Fachkräftemangel und die fehlende Kompetenz hinzu, die der Modernisierung der IT im Wege stehen. Der genannte Anteil von 49 Prozent entspricht einem Anstieg von zehn Prozent in nur zwei Jahren.

Checkmk-CEO Jan Justus fordert angesichts der Ergebnisse der internationalen Studie seines Unternehmens einfachere Tools und eine verstärkte Automatisierung: „Ein einfaches Setup, intuitive Workflows, eine hohe Automatisierung und SaaS-Angebote senken die Einstiegshürden und entlasten IT-Teams.“

 

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Victor Bertrand

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