02.10.2024
2 Min. Lesezeit

Wartungsarbeiten an Offshore-Windanlagen sind oft sehr gefährlich und stark wetterabhängig. Drohnen sollen diese auf hoher See künftig erleichtern. Um deren Einsatz zu erforschen, entsteht in Cuxhaven ein eigener Forschungscampus für Offshore-Drohnen.

Mittels Drohnen Material zu Offshore-Windparks zu transportieren, ist bereits in der Praxis erprobt, wie Digital Chiefs berichtet. Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) hat 2023 zusammen mit dem Energieversorger EnBW einen entsprechenden Test gestartet. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) will diesen Weg jetzt weitergehen. Auf einem Campus in Cuxhaven sollen bald Drohneneinsätze für Offshore-Windkraftanlagen erforscht werden, wobei die Schwerpunkte auf Wartung, Inspektion, Reparatur und Vermessung der Windräder auf hoher See liegen.

Offshore Einsatz stellt hohe Anforderungen

Außerdem will das IFAM dort auch Konzepte für den Antrieb und Materialschutz unter Offshore-Bedingungen entwickeln. Denn angesichts von häufig starken Winden auf See und der Nachlaufturbulenzen der Windturbinen ist der Einsatz von Drohnen in dieser Umgebung nicht einfach.Wie das Fraunhofer-Institut mitteilt, sind mit dem Ausbau der Offshore-Windkraftanlagen immer mehr Inspektions- und Wartungsarbeiten nötig. Diese gehen oft mit langen Anfahrtswegen per Schiff einher oder machen den Einsatz von Transport-Hubschraubern nötig.

Drohnen könnten künftig sicherer und wirtschaftlicher Materialien transportieren oder auch Schäden an den Windrädern ausfindig machen.

Flüge von kleineren Drohnen sind schon erprobt, aber für den flächendeckenden Einsatz soll es dem Institut zufolge noch an den technischen Voraussetzungen fehlen, von organisatorischen und regulatorischen Prozessen ganz abgesehen.

Ohne 5G-Anbindung geht es nicht

In Cuxhaven wollen die Forschenden in Zukunft unter anderem herausfinden, wie Drohnen besser Wind, Salz und der hohen UV-Strahlung auf See trotzen können, wie die Flüge gesteuert und überwacht und die Daten am besten ausgewertet werden.Außerdem arbeitet das Institut nach eigenen Angaben auch an der in Frage kommenden Antriebstechnik. Auf dem Campus können die Drohnen dafür unter Realbedingungen getestet werden. Vorgesehen sind unter anderem die Flächen an der Elbmündung und ein mehr als drei Kilometer großes und 45 Meter tiefes Testfeld nur wenige Seemeilen vor Helgoland.

Der Einsatz auf hoher See stellt dabei auch höchste Anforderungen an die Konnektivität. Eine stabile Netzabdeckung in 5G-Qualität ist unerlässlich, um den sicheren Einsatz der Drohnen zu gewährleisten.Anbieter wie Axians stellen dafür die nötige Technologie bereit und sorgen dafür, dass solche Drohneneinsätze auch auf hoher See gelingen. Weiter Informationen zu den Services von Axians, insbesondere im Bereich 5G-Campusnetze für den industriellen Einsatz, finden Sie hier.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / B Studio

Weiterlesen

Diesen Beitrag teilen:

Weitere Beiträge

22.09.2026

Ex-Bahn-CIO Koenen wird Digitalchefin bei Strabag

Eva Mickler

3 Min. Lesezeit Der Baukonzern erweitert seinen Vorstand zum 1. Januar 2027 um ein zusätzliches Ressort ...

Zum Beitrag
21.09.2026

Recruiting wird zum Angriffskanal: BND warnt vor Fake-Jobs

Eva Mickler

4 Min. Lesezeit Angreifer geben sich bei der IT-Jobsuche als Personalvermittler von KI- und Krypto-Firmen ...

Zum Beitrag
18.09.2026

Deloitte: 14 Prozent der Firmen liefern ihr Sparziel voll

Tobias Massow

4 Min. Lesezeit Drei von vier Konzernen verkünden ihre Sparziele vor Investoren. Nur 14 Prozent haben ...

Zum Beitrag
17.09.2026

SAP knüpft KI-Agenten an Cloud-Wechsel und S/4HANA

Bernhard Liebl

5 Min. Lesezeit Christian Klein verspricht mehr als 400 KI-Agenten für schwere Geschäftsprozesse. Dieselben ...

Zum Beitrag
17.09.2026

IONOS finanziert den KI-Ausbau über Personalabbau

Bernhard Liebl

4 Min. Lesezeit IONOS finanziert den Ausbau von KI-Produkten und Cloud mit einer kleineren Belegschaft. ...

Zum Beitrag
12.09.2026

Oracle lässt Kunden den KI-Ausbau vorfinanzieren

Eva Mickler

5 Min. Lesezeit Oracle hat am 10. September 2026 die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs ...

Zum Beitrag
Ein Magazin der Evernine Media GmbH