Drei KI-Budgets, keine gemeinsame Rechnung
Benedikt Langer
Anzeige · in Zusammenarbeit mit der Evernine Group 4 Min. Lesezeit Fast jedes Unternehmen kann seine ...
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Alexander Roth und Alec Chizhik führen die Geschäfte der Evernine Group. Ihre Beobachtung aus Kundengesprächen: Entscheider sind KI-müde, weil jede Empfehlung in einem Großprojekt endet. Ihre Antwort sind drei Checks im Ampelformat, die in ein bis drei Wochen belegen, wo Vertrieb, Sichtbarkeit und Marketing Geld liegen lassen. Ein Gespräch über Datenqualität, KI-Suchmaschinen und die Frage, wem eine harte Zahl intern am meisten nützt.
Das Wichtigste in Kürze
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Herr Roth, mehr als 80 Prozent der Unternehmen sehen laut McKinsey bislang keinen spürbaren Effekt ihrer KI-Nutzung auf das Ergebnis. Sie sagen, niemand braucht noch ein achtwöchiges KI-Gutachten. Woher die Härte?
Alexander Roth: Aus den Gesprächen der letzten Monate. Geschäftsführer, CFOs und Marketingleiter erzählen fast alle dieselbe Geschichte: verlorenes Budget, Maßnahmen, die verpuffen, zu viele Dienstleister mit zu großen Konzepten. Jeder kommt mit einem Riesenthema und macht es komplex. Wir arbeiten viel mit Private-Equity-Gesellschaften zusammen. Die interessiert genau eine Sache: die Zahl. Was wurde investiert, was kam zurück, wo ist der Hebel. Diese Disziplin übertragen wir auf den Mittelstand.
Und dafür reichen ein bis drei Wochen?
Roth: Für die Entscheidungsgrundlage, ja. Wir versprechen keine Transformation in drei Wochen. Wir liefern den Kassensturz, mit dem eine Geschäftsleitung entscheiden kann, welche Transformation sich rechnet. Das Ergebnis ist ein Ampelsystem mit Handlungskatalog. Grün läuft, Gelb hat Luft, Rot kostet jeden Monat Geld.
Was ist ein KI-Vertriebs-Check konkret, Herr Chizhik?
Alec Chizhik: Eine kompakte Analyse von CRM-Architektur, Datenqualität und Vertriebsprozessen mit Blick auf KI-Readiness. Wir prüfen, wie sauber der Datenbestand ist, welche Prozesse sich automatisieren lassen und wo Informationen im Team versanden. Am Ende stehen drei bis fünf priorisierte Anwendungsfälle, jeder mit einer Rechnung dahinter. Das Ganze dauert zwei bis drei Wochen.
Was finden Sie in den CRM-Systemen vor?
Chizhik: Fast immer dasselbe Bild: Das System ist bezahlt, die KI-Lizenzen sind bezahlt, verbunden ist beides kaum. In den Beständen liegen Marktdaten, Kundenhistorien und Signale, die nie jemand ausliest. Die KI-Frage ist deshalb zuerst eine Datenfrage. Wer automatisiert, bevor die Basis steht, automatisiert seine Fehler.
Das System ist bezahlt, die Lizenzen sind bezahlt. Verbunden ist beides kaum.
– Alec Chizhik, Geschäftsführung Evernine Group (2026)
Gartner erwartet, dass das klassische Suchvolumen um rund 25 Prozent zurückgeht, weil KI-Assistenten Fragen direkt beantworten. Der zweite Check misst Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen. Warum reicht das klassische Ranking nicht mehr?
Chizhik: Weil ein wachsender Teil der Kaufanbahnung in ChatGPT, Perplexity oder Gemini beginnt. Diese Systeme geben eine Antwort, keine Trefferliste. Wer in der Antwort fehlt, überlässt sie dem Wettbewerb. Der KI-Sichtbarkeits-Check misst genau das: Bei welchen Fragen der Zielgruppe taucht das Unternehmen auf, wo wird der Wettbewerb zitiert, welche Lücken lassen sich mit welchem Aufwand schließen. Das Ergebnis liegt nach ein bis zwei Wochen vor.
Herr Roth, das bieten gerade viele an. Was macht Ihre Version managementfähig?
Roth: Die Übersetzung. Ein Sichtbarkeits-Report für die SEO-Abteilung hilft der SEO-Abteilung. Wir bauen das Ergebnis so, dass ein Vorstand damit auf die eigene Marketingleitung zugehen kann oder eine Marketingleiterin auf ihre Agenturen. Ampel, Prioritäten, Aufwand je Maßnahme. Wer mit Agenturen arbeitet, arbeitet danach übrigens besser mit ihnen, weil endlich messbar ist, worüber gesprochen wird.
Und wie wird ein Unternehmen dann in den KI-Antworten präsent?
Chizhik: KI-Systeme zitieren bevorzugt Quellen aus etablierten Fachpublikationen. Die Lücke schließt man über genau solche Umfelder. Ein Werkzeug dafür ist das GEO-Programm von Evernine Media, das Fachinhalte dort platziert und ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten messbar macht. Der Check zeigt die Lücke, das Programm schließt sie.
Bleibt der KI-Effizienz-Check fürs Marketing. Was prüft er?
Roth: Ob die unternehmenskritischen Kommunikationsdisziplinen vernetzt arbeiten. Trägt KI die Informationen zwischen den Abteilungen weiter, sind die Workflows schlank, ist das Reporting belastbar. In den meisten Häusern arbeiten Marketing, Vertrieb und Kommunikation in Silos mit je eigenem Stack. Der Check zeigt im Ampelformat, wo Budget verloren geht. Dazu legt er einen 90-Tage-Fahrplan vor. Das Sparpotenzial ist regelmäßig erheblich, weil doppelte Werkzeuge und manuelle Übergaben schlicht Geld kosten.
Ein Einwand: Wer einen Check verkauft, will danach die Umsetzung verkaufen.
Roth: Der Handlungskatalog ist bewusst so gebaut, dass ihn interne Teams oder bestehende Dienstleister umsetzen können. Wenn ein Kunde uns danach für die Umsetzung will, freut uns das. Der Check bindet an nichts. Genau deshalb funktioniert er als Einstieg: kleines Ticket, klares Ende, belastbares Ergebnis.
Letzte Frage: Wem nützt so ein Check intern am meisten?
Roth: Dem, der ihn beauftragt. Wer den Handlungsbedarf zuerst belegt, führt die Diskussion. Ein CIO oder CMO geht mit einer Ampel-Analyse in die Geschäftsleitungssitzung und wechselt von der Budgetverteidigung in die Initiative. Er gilt als Initiator des KI-Prozesses im Haus, mit dokumentiertem Ergebnis. Das sagt niemand laut, aber es ist für viele der eigentliche Grund anzurufen.
Chizhik: Und der Einstieg ist bewusst niedrig. Ein Erstgespräch, 30 Minuten, danach weiß jeder, ob ein Check das richtige Format ist. Kein Workshop-Marathon vorab.
Der nächste Schritt
Ein Erstgespräch mit Alexander Roth und Alec Chizhik: 30 Minuten, keine Präsentation, eine Frage. Welche der drei Ampeln steht bei Ihnen am ehesten auf Rot.
Den KI-Vertriebs-Check (CRM, Datenqualität, KI-Readiness im Vertrieb), den KI-Sichtbarkeits-Check (Präsenz in Antworten von KI-Suchsystemen) und den KI-Effizienz-Check (Marketing-Stack, Silos, Reporting). Alle drei enden mit Ampel-Ergebnis und priorisiertem Handlungskatalog.
Der Sichtbarkeits-Check liegt nach ein bis zwei Wochen vor, Vertriebs- und Effizienz-Check nach zwei bis drei Wochen. Das Format bindet keine internen Ressourcen über einzelne Interviews und Datenzugänge hinaus.
Nein. Der Handlungskatalog ist so aufgebaut, dass interne Teams oder bestehende Dienstleister ihn umsetzen können. Eine Zusammenarbeit über den Check hinaus ist möglich, aber keine Bedingung.
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