08.09.2026
4 Min. Lesezeit

SAP hat den ersten Embodied-AI-Jam in der Swiss Smart Factory in Biel dokumentiert. Inspektionsdrohnen wurden mit Asset Performance Management verbunden, Humanoide mit Digital Manufacturing. Der physische Auftrag kommt aus der Unternehmenssoftware. Wer nach einem Fehlgriff haftet, ein Kunde, ein Integrator oder SAP, ist nicht geregelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Tage in Biel, dokumentiert am 4. September 2026. SAP nennt den Embodied-AI-Jam als neues Format, ohne Kundennamen und ohne Vertrag.
  • Die Steuerung läuft über die Software. Drohnen liefen mit Asset Performance Management, Humanoide mit Digital Manufacturing, beide über Joule und die Business AI Platform.
  • Ab Januar 2027 wird SAP Schweiz Mitglied der Factory. Das Format soll wiederholt werden. Die Kontrolle bleibt Inventar, Freigabe und Abbruchkriterium.

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Was ist Embodied AI? SAP definiert Embodied AI als KI-Agenten mit einem Körper, die in der realen Umgebung wahrnehmen, schlussfolgern und handeln. Im Jam liefen diese Agenten über Joule und die SAP Business AI Platform.

In Biel dauert der Use-Case drei Tage

Am 4. September 2026 hat SAP im News Center den ersten Embodied-AI-Jam festgehalten. Kundinnen und Kunden waren in der Vorwoche in der Swiss Smart Factory in Biel. Alexander Finger, CTO von SAP Schweiz, beschreibt den Anlass so: Marktinteresse für Embodied AI zu erzeugen und sie von einem Technikthema in einen an SAP angebundenen Geschäftswert zu überführen, verlangte ein neues Format. Ein klassisches Innovationsjam ohne Geräte reicht dafür nicht. Roboter und ein Raum, in dem Menschen neben ihnen arbeiten können, gehören dazu.

Lukasz Ostrowski, Leiter der Embodied-AI-Initiative bei SAP, setzt die Zeit ins Verhältnis. Herauszufinden, wo Embodied AI echten Geschäftswert erzeugt und eine Lösung zu formen, dauere normalerweise Wochen verteilter Abstimmung. Drei Tage konzentrierter Arbeit mit Kunden hätten das geändert. Teams, Integratoren und Gerätehersteller standen in denselben drei Tagen in einer Halle.

Teilnehmende Firmen, Stückzahlen, ein Kaufvertrag und die genauen Kalendertage sind nicht bekannt.

Die Drohne liest die Anlagenakte

Im Jam waren zwei Paarungen zu sehen. Inspektionsdrohnen wurden mit SAP Asset Performance Management verbunden, Humanoide mit SAP Digital Manufacturing. Zusätzlich nennt SAP Lagerautomatisierung, Anlageninspektion und Materialfluss als Szenarien, in denen Embodied AI Wert erzeugen soll. Die Geräte sind austauschbar. Die Akte ist es nicht.

Die Steuerung läuft über Joule und die SAP Business AI Platform. Der Roboter soll den Auftrag aus der Unternehmenssoftware fahren, mit Bestand, Instandhaltungsstatus und Fertigungsreihenfolge im Blick. Ein Pick ohne aktuellen Lagerplatz, eine Inspektion ohne offenes Arbeitsmittel, ein Transport ohne Freigabe: Aus einem falschen Datenstand wird ein physischer Fehlgriff. Ob die Kette im laufenden Werk hält, hat der Jam nicht gezeigt.

SAP beschreibt den physischen Schritt wie eine automatisierte Buchung mit Datenquelle, Freigabe und Abbruch.

Ab Januar 2027 wird SAP Schweiz Mitglied

Ab Januar 2027 wird SAP Schweiz Mitglied der Swiss Smart Factory. Finger begründet den Schritt mit der physischen Dimension. Kundinnen und Kunden sollen Roboter sehen, die Aufgaben aus Geschäftsvorgängen ausführen. Die Customer Experience Labs bleiben der Ort für Anwendungen, Daten und KI ohne Gerät. In Biel stehen dafür Roboter und eine Halle bereit. Kürzere Discovery-Formate sollen dazukommen.

Die Mitgliedschaft ist ein Termin. Sie überträgt keinen Betrieb. Eine Pflicht für den laufenden Kundenbetrieb folgt daraus nicht. Danach kann SAP das Format in Biel wiederholen. Offen bleibt, welche Vorgänge ein Gerät physisch ausführen darf, welche Datenstände dafür gelten und wer den Lauf stoppt, wenn die Akte falsch ist.

Haftung folgt der Akte. Greift ein Humanoid die falsche Kiste, weil der Bestand in der Software hinterherhinkt, liegt der Fehler in Inventur und Freigabe. Fährt eine Drohne eine Inspektion, die in der Anlagenakte nicht offen ist, liegt der Fehler in der Auftragskette. Der Gerätehersteller liefert Motor und Sensor, der Integrator die Anbindung. Sobald Joule den Auftrag setzt, liegt die Entscheidung in der Software von SAP. Ob Gerätehersteller, Integrator und SAP diese Teilung vor einem zweiten Jam vertraglich festlegen, ist offen.

Häufig gestellte Fragen

Was hat SAP in Biel gemacht?

SAP hat in der Vorwoche zum 4. September 2026 den ersten Embodied-AI-Jam in der Swiss Smart Factory in Biel abgehalten. Drei Tage lang arbeiteten Kundinnen und Kunden, Gerätehersteller, Integratoren und SAP-Fachleute an Use-Cases. Die Meldung erschien am 4. September 2026 im SAP News Center. Kundennamen und Verträge sind nicht bekannt.

Welche Software wurde an die Roboter gehängt?

SAP nannte zwei Verbindungen: Drohnen mit Asset Performance Management, Humanoide mit Digital Manufacturing. Die Steuerung beschreibt SAP über Joule und die Business AI Platform. Lager, Inspektion und Materialfluss sind die genannten Szenarien.

Gibt es aus dem Jam schon einen Kauf oder ein Produkt?

Nein. Die Meldung enthält keinen Deal, keine Stückzahl und keine allgemeine Verfügbarkeit. Sie beschreibt ein Format.

Was ändert die Mitgliedschaft ab Januar 2027?

SAP Schweiz wird Mitglied der Swiss Smart Factory und will Embodied-AI-Jams sowie kürzere Discovery-Formate dort wiederholen. Eine Betriebspflicht für Kunden folgt daraus nicht.

Wer trägt die Haftung, wenn der Roboter den Auftrag ausführt?

Eine vertragliche Haftungsverteilung ist nicht bekannt. Sobald der Auftrag aus der Unternehmenssoftware kommt, liegen Bestand, Freigabe und Abbruch bei der Organisation, die die Akte führt. Gerätehersteller und Integrator liefern Motor, Sensor und Anbindung.

Bildquelle: KI-generiert (September 2026)

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