08.10.2024
2 Min. Lesezeit

Die deutsche Wirtschaft liegt beim Einsatz künstlicher Intelligenz im europäischen Mittelfeld. Besonders stark verbreitet ist die Nutzung laut dem ifo-Institut bei großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Hier vor allem in der IT- und Dienstleistungsbranche.

Viele deutsche Unternehmen haben in der einen oder anderen Form schon künstliche Intelligenz für sich entdeckt und wollen den Einsatz ausbauen. Bei großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind es schon ein Drittel, die KI nutzen. Vorreiter sind dabei die IT-Branche und unternehmensnahe Dienstleister, wie das ifo-Institut bekanntgab. Im europäischen Vergleich steht Deutschland mit einem Platz im oberen Mittelfeld hinter Dänemark und Finnland, aber weit vor Frankreich gar nicht so schlecht da.

KI gegen Fachkräftemangel und für mehr Effizienz

KI kann helfen, den Arbeits- und Fachkräftemangel auszugleichen und effizienter zu werden, betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages. „KI kann dafür sorgen, dass unser Wohlstandsniveau trotz des demographischen Wandels erhalten bleibt“, zitiert ihn Channelobserver.Daher fordert er, dass durch die Umsetzung von EU-Vorgaben zur KI-Nutzung keine zusätzlichen Belastungen auf die deutsche Wirtschaft zukommen dürfen.

Laut der ifo-Umfrage setzen deutsche Unternehmen KI vor allem für die Text- und Datenanalyse sowie für die Automatisierung der Produktion ein. Anwendungsschwerpunkte sind die IT-Sicherheit, Marketing, Produktion und Rechnungswesen.

Gerade im Industriesektor gibt es viel Potenzial

Aber trotz vermehrter Effizienzpotenziale in der Logistik oder Medizin etwa zögern viele Unternehmen noch, KI-Tools einzuführen. Als Hauptgründe dafür nennt ifo-Studienleiter Oliver Falk fehlende Sachkenntnis und Probleme bei der Integration in bestehende Geschäftsprozesse sowie Bedenken bezüglich der Rechtslage und des Datenschutzes. Er appelliert daher an die Unternehmen, in die Schulung ihrer Mitarbeitenden zu investieren, um Wissenslücken zu füllen.Dass große Unternehmen bei der Einführung von KI mutiger und forscher als kleine und mittelständische sind, deckt sich auch mit den Erfahrungen von Axians. Gerade in dem durch den IT-Dienstleister viel unterstützten Industriesektor, bei vielen Zulieferern etwa, ist der Bedarf groß. Es fehlt aber an Erfahrungen und dem Mut, KI-Lösungen einzuführen.

Dabei gibt es gerade bei der Auswertung und weiterführenden Analyse (Advanced Analytics) von Maschinendaten sehr viele Potenziale, die darauf warten, gehoben zu werden.Axians und der OT-Spezialist Actemium unterstützen die Unternehmen dabei, ebenso bei der IoT-Anbindung von Sensoren und Migration ganzer Produktionsanlagen von der Edge in die Cloud.

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Gejsi

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